PfleidRecording
  
Pfleid-Marot-Mixing


Aktuelles

Allgemeines zu Zeit-, Klang- oder Akustik-Fehlern
Die Zeitfehler beim Tonaufnahmeverfahren mit Haupt- und Stützmikrofonen
Die Zeit- oder Phasenfehler bei Lautsprechern
Die Zeit- oder Phasenfehler und die Akustikfehler in Tonstudios
Grundsätzliches_zu_Tonaufnahmen
Diverse Tonaufname-Verfahren
PfleidRecording
Zusammenfassung
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Aktuelles  



Neu vom 30. April 2014 ist, dass die CD mit dem Stück Die Planeten von Gustav Holst und
                                                                   mit dem Stück Meditation aus der Oper Thais von Jules Massenet
mit der Solistin Lidia Baich ab sofort wieder lieferbar ist




Neu vom 28. April ist unter Musik
das Konzert vom 20. Juni 2009 aus dem Herulessaal in München
Louis Moreau Gottschalk a night in the tropics

mit dem international bekannten Gastdirigent Richard Rosenberg,
dem Leiter des Musikfestivals in Hot Springs USA,
der die Werke Gottschalks wieder entdeckte und für die Konzertaufführung wiederaufbereitete

1.satz

http://www.youtube.com/watch?v=5H3jT_zmuPI&hd=1

2.satz

http://www.youtube.com/watch?v=LxqcaHMTyyE&hd=1



Neu vom 24. April 2014 ist der folgende Text mit dem Titel "High-Fidelity im Übergang von der Technik zur Akustik" aus der  Zusammenfassung des PfleidRecording mit einem Beispiel



High-Fidelity im Übergang von der Technik zur Akustik


Vor den siebziger Jahren erreichte man auf dem Gebiet der High Fidelity eine ständige Verbesserung der Tonqualität ausschließlich durch elektronische Maßnahmen in der elektroakustischen Übertragungskette. Zur Lösung akustischer Fragen fehlten noch die Grundlagen – Quadrophonie und sowie Kunstkopfaufnahmen kamen über das Experimentierstadium nie hinaus. Erst durch ständige technische Weiterentwicklung der elektroakustischen Übertragungskette wurde schließlich jene Tonqualität erreicht, bei der nun auch akustische Fragen eine immer wichtigere Rolle spielten.


Wie Akustik wirklich funktioniert, zeigten meine Veröffentlichungen über die psychoakustische Wirkungsweise der ersten schallstarken Reflexionen. Gute Akustik ließ sich nun anhand dieser Erkenntnisse nahezu überall verwirklichen.

Zwar gab es schon lange Konzertsäle mit guter Akustik, doch gelang es nie, deren akustischen Eigenschaften systematisch zu erfassen. Man wusste, dass dort Musik besonders schön klingen konnte – aber man wusste nicht warum dies so war. Da man heute jedoch nahezu überall und jederzeit Musik hören kann, ist es umso wichtiger, stets die bestmögliche akustische Qualität zu erreichen, indem man für die jeweilige Hörsituation die richtigen akustischen Bedingungen bereitstellt.


Den Durchbruch zum Verständnis der modernen Akustik von morgen, und wie die dazu notwendige Tontechnik aussieht, bringen meine Arbeiten zu dem innovativen Tonaufnahmeverfahren“ PfleidRecording“. In meinem neuesten Buch „Zeitrichtige, klangrichtige und akustisch hochwertige Musik“* wird aufgezeigt, wie sich unter verschiedenen Wiedergabebedingungen stets ein akustisch hochwertiger Höreindruck herbeiführen lässt – und zwar sowohl in Wohnräumen und Konzertsälen, als auch im Auto und auch mit Kopfhörern. Es liefert detailliert alle Informationen, die nötig sind um dieses Ziel zu erreichen.


Dieses Buch richtet sich daher an alle, die offen für neue Erkenntnisse sind und die Neues ausprobieren möchten.

Einen wesentlichen Beitrag können vor allem auch die Rundfunkanstalten leisten, indem sie ihren Einfluss dazu nutzen, dass auch am IRT die unumgänglichen Veränderungen erfolgen,
Und wenn die akustische Leitung des VDT sowie deren Adepten sich einfach unvoreingenommen mit diesen Arbeiten befassen und sich mit den schon lange gesicherten Grundlagen der Akustik und Psychoakustik vertraut machen würden, gäbe es wohl auch keinen vernünftigen Grund mehr für die unsachliche Polemik, die nach wie vor in den Internet-Foren kursiert.



Neu vom 24. Februar 2014 ist diese Zusammenfassung des Pfleid PfleidRecording mit einem Beispiel


                   neu  erschienen 18. Februar 2013                               Neu aufgelegt 13. Januar 2014

                   musik                              HiFi auf den Punkt
              gebracht
     zeitrichtige, klangrichtige und akustisch hochwertige                     HiFi auf den Punkt gebracht
                                        Musik
   in  Konzertsälen, in  Wohnräumen, in  Tonstudios                               Das Buch ist ab sofort wieder im                    
    sowie mit Lautsprechern oder Kopfhörern durch                                        Buchhandel lieferbar
         PfleidRecording und Pfleid-Marot-Mixing                                     

PfleidRecording ist ein zeitrichtiges, klangrichtiges und akustisch hochwertiges Tonaufnameverfahren für akustische Musikinstrumente und Pfleid-Marot-Mixing ist das dazugehörige, ebenfalls zeitrichtige, klangrichtige und akustisch hochwertige Tonabmischverfahren.

Seit es mir gelang die Wirkungsweise der ersten schallstarken Reflexionen in allen Hörräumen mit schallreflektierenden Wänden ud Decken zu entschlüsseln, ist der Begriff Akustik verständlich geworden und man kann gute akustische Bedingungen leicht und überall erzielen. Siehe hierzu mein erstes Buch "HiFi + Akustik" 1983 Pflaum-Verlag.

Danach entwickelte ich einen phasenentzerrten Lautsprecher, der durch seine zeit- und klangrichtige Signalübertragung eine mit Verstärkern vergleichbare Qualität in der Signalübertragung ermöglichte und ebenso wie sie Rechtecksignale richtig übertragen konnte. Siehe hierzu mein zweites Buch "HiFi auf den Punkt gebracht" 1990 im Pflaum-Verlag. Den Inhalt des ersten Buchs "HiFi + Akustik"  habe zu dem Entwicklungsstand von 1990 vollständig in dieses zweite Buch mit übernommen.

Im dritten Buch beschreibe ich, wie die zeitrichtige Signalwiedergabe und auch der Umgang mit der Akustik bei Tonaufnahmen für akustische Instrumente in der Praxis berückichtigt werden muss, damit sie bei der Lautsprecher- und Kopfhörerwiedergabe so klingen können, wie im Original beim Konzert. Bei der ausführlichen Erprobung des PfleidRecording hat es sich ergeben, dass manchmal auch abweichend vom Klang des Originalkonzerts eine nachträgliche, aus geschmacklichen Gründen gewünschte Klangnachbearbeitung möglich sein muss,  die aber die Vorteile der zeitrichtigen und akustisch hochwertigen Signalübertragung nicht verlieren durfte. Dies wurde mit dem Pfleid-Marot-Mixing verwirklicht.

PfleidRecording und Pfleid-Marot-Mixing ist das erste Tonaufnahme- und Abmisch-Verfahren, das nicht mehr aus der vorhandenen Tonaufnahme-Praxis heraus entwickelt wurde, deren Verfahren ja verbessert werden sollten, weil sie alle aus einer Zeit stammen als man mit  Akustik noch nicht umgehen konnte. Deshalb nimmt PfleidRecording direkten Bezug auf den Vorgang des menschlichen Hörens.  Meine akustischen Arbeiten haben sich in der Zwischenzeit als richtig erwiesen und es wird Zeit, dass sie in Zukunft auch angewendet werden. Denn die richtige Tonaufzeichnung ist die wichtigste Voraussetzung für den guten Klang. Hier gemachte Fehler sind irreparabel.

Erstmals wird bei einem Tonaufnahmeverfahren nicht mehr nur allein auf die von Praktikern für wichtig gehaltene Klangrichtigkeit geachtet, sondern von Anfang an auch die Zeitrichtigkeit berücksichtigt,  ebenso wie die beste akustische Qualität im Lautsprecher-Wiedergaberaum erreicht werden kann. Dadurch wird nicht nur der Klang besser, sondern es ergeben sich ganz neue Möglichkeiten und neue Anwendungsbereiche für derartige Tonaufnahmen.

Ein neuer Anwendungsbereich ist z.B. die Verbesserung der Akustik von Konzertsälen durch erste schallstarke Reflexionen, die nicht mehr vom Orchester auf akustischem Weg im Konzertsaal erzeugt werden, sondern als elektronisches Signal durch die direkte Tonaufzeichnung des Orchesters mit PfleidRecording und der Übertragung  mit zeitrichtigen Lautsprechern  im gleichen Raum erzeugt werden. Diese ersten schallstarken Reflexionen können viel besser im Zeitbereich und im Pegel den Bedürfnissen angepasst werden, die für eine perfeke Akustik an einzelnen Plätzen oder im gesamten Raum notwendig sind. Damit ist die Zeit schlechter Akustik in Konzertsälen vorbei.

Aber es fallen auch bisherige Anwendungsbereiche weg z.B. die Tonaufnahmeverfahren für die Kopfhörerwiedergabe. Die waren von Anfang an akustisch nicht richtig, weil bei allen Verfahren mit zwei „normalen“ Mikrofonen im Ohrabstand der zur Natürlichkeitsempfindung notwendige Kopf-/Ohrmuscheleinfluss fehlte, wenn aber, wie beim Kunstkopfaufnahmeverfahren, die Kopf-/Ohrmuschel-Verhältnisse bereits bei den Tonaufzeichnungen mit dabei waren, entsprachen diese Verhältnisse nicht denen der tatsächlichen Hörer und es ergeben sich deswegen die immer wieder bei diesem Verfahren  beschriebenen Fehlortungen.

In Zukunft erhält man das Tonmaterial für die Kopfhörerwiedergabe dadurch, dass man die mit PfleidRecording gemachten Tonaufnahmen des Direktschalls der akustischen Musikinstrumente mit drei ersten schallstarken Reflexionen kombiniert, die die akustische Qualität, sowie die gewünschte Raumgröße, aber auch die individuellen Kopf/Ohrmuschelverhältnisse des jeweiligen Hörers enthält.

Es entsteht die Wiedergabetechnik für Kopfhörer, die sicherstellt, dass die Schallwellen des Direktschalls, der ersten schallstarken Reflexionen und des Nachhalls so an die Trommelfelle der Hörer geleitet werden, dass sie den Bedingungen entsprechen, die das Gehör braucht um einen akustisch hochwertigen und als natürlich empfundenen Klangeindruck wahrnehmen zu können.

Die Aufnahmetechnik für Kopfhörer hat sich nicht mehr in den Bereich der Wiedergabetechnik einzumischen.

Gleiches gilt auch für die Aufnahme- und Wiedergabetechnik für Lautsprecher
Ohne, dass dies von der professionellen Aufnahmetechnik bisher berücksichtigt wurde, hat sich bei den Verbrauchern und Musikfreunden bereits weltweit die richtige Wiedergabetechnik für Lautsprecher  fest etabliert. Die Bemühungen Lautsprecher in den verschiedensten Räumen so aufzustellen, dass der bestmögliche akustische Klangeindruck erreicht wird, ist nichts anderes, als in allen Räumen den Direktschall, die ersten schallstarken Reflexionen und den Nachhall so an den Trommelfellen  der Hörer eintreffen zu lassen, dass sein Gehör die zur Wahrnehmung einer hochwertigen Akustik und einer als natürlich empfundenen Klangwiedergabe notwendigen Bedingungen erhält.

Aus meinen akustischen Arbeiten  über Lautsprecher, die an jedem anderen Platz im gleichen Raum aufgestellt, einen anderen Klang erzeugten, konnte ich die Wirkungsweise der ersten schallstarken Refklexionen und auch das PfleidRecording-Tonaufnahmeverfahren ableiten. Das war die technisch und akustisch richtige Wiedergabe- und Aufnahmetechnik für Lautsprecher. 

Die mit PfleidRecording erstmals in der Praxis  erreichte authentische Räumlichkeits-Wiedergabe bei Tonaufnahmen akustischer Instrumente, die Qualität in der Wiedergabe der Tiefenstaffelung, der Ortungsgenauigkeit und der Natürlichkeitsempfindung der Musikinstrumente machen es zum Tonaufzeichnungsverfahren der Zukunft.

Es ist jetzt auch bei der richtigen Anwendung der Wiedergabetechnik für Lautsprecher und Kopfhörerwiedergabe so, dass die Instrumente so klingen wie bei der Originalaufführung und man kann sie auch auf der hinter den Lautsprechern entstehenden virtuellen Bühne in der gleichen Richtung und Entfernung orten, wie auf der wirklichen Bühne. Das musikalische Klangbild ist weitgehend authentisch und vermittelt genau das was der Dirigent und die Musiker ausdrücken wollen.

Die Lautsprechertechnik und auch die Tonaufnahmetechnik sind ohne Zeitfehler und bewirken keine Verfälschungen mehr oder Effekte - man hört High Fidelity pur. Deshalb sind die jetzt im neuen Buch von 2013 dargelegten Zusammenhänge von grundsätzlicher Bedeutung für alle. Hier wird zweifelsfrei der Weg aufgezeigt, wie sich die Technik der High Fidelity in Zukunft unter der Einbeziehung der Akustik weiterentwickeln wird.

Ich habe das Buch so geschrieben, dass es auch ohne spezielles Fachwissen verstanden werden kann und die komplexen Sachverhalte, die in anderen Zusammenhängen eine andere Wirkung und Bedeutung haben in beiden Fällen erwähnt. Dies soll dazu beitragen dem Leser zu helfen, bei ihm auftauchende Fragen und Probleme eigenständig zu lösen.  Hier werden die Grundlagen der zukünftigen Tonaufnahme- und Tonwiedergabetechnik beschrieben die man in Zukunft wissen muß.



Allgemeines zu Zeit-, Klang- oder Akustik-Fehlern


Klangrichtigkeit und Zeitrichtigkeit

Jeder Ton, jedes Geräusch und jeder Klang, den wir hören, setzt sich aus Sinussignalen verschiedener Frequenzen zusammen, die unterschiedlich gegeneinander zeitlich versetzt sind und bei ihrer Überlagerung eine Hüllkurve bilden. Diese Hüllkurve ist der Schalldruckverlauf, den wir als Klang wahrnehmen. Werden zwei verschiedene Tonsignale, z.B. die Signale von Haupt- und Stützmikrofonen zusammengeführt, überlagern sich beide Signale zu einer neuen Hüllkurve - es entsteht ein neuer Klang, außerdem aber ergeben sich auch zwei unterschiedliche Ortungen für das so erfasste Instrument, die seine wirkliche Ortung unmöglich machen. Werden diese Mikrofone anders aufgestellt, werden beide Signale zeitlich anders gegeneinander versetzt, es ergibt sich daraus eine andere Hüllkurve und wieder zwei unterschiedliche Ortungen. Die andere Hüllkurve bewirkt einen anderen Klang die zwei anderen unterschiedlichen Ortungen bewirken wieder den Verlust der tatsächlichen Ortung.

Hier liegt der Grund dafür, warum sich für alle willkührlichen Mikrofonaufstellungen immer ein anderer Klang ergibt und die Wahrnehmung der zutreffenden Tiefenstaffelung verlorengeht.

PfleidRecording hingegen teilt den gesamten Tonaufnahmebereich einer Orchesterbühne in drei Bereiche links, in der Mitte und rechts auf, wobei jeder Bereich mit nur einem Mikrofon am vorderen Rand aufgezeichnet wird. Dadurch werden die Musikinstrumente in jedem Bereich bereits
  1. in ihrer klangrichtigen Überlagerung und
  2. ihren zeitrichtigen Enfernungen zum vorderen Rand  und
  3. auch die  Einschwingvorgänge dieser Instrumente  ungestört klangrichtig und zeitrichtig erfasst. 

Den authentischen Klangeindruck des Konzerts erhält man dadurch dass die die Akustik störenden ersten schallstarken Reflexionen aus dem Aufnahmeraum unhörbar gemacht werden und die ersten schallstarken Reflexionen aus dem Hörraum für die Lautsprecherwiedergabe zur Gestaltung der akustischen Qualität eingesetzt werden. Dies erfolgt durch
 die Lautsprecheraufstellung im Hörraum, die räumlich und zeitlich richtig beim Hörer eintreffende erste schallstarke Reflexionen aus dem Direktschall der Musikinstrumente zur Gestaltung der akustischen Qualität bereit stellt. Damit kann nicht nur die authentische Qualität wie beim Konzert erreicht werden, sondern es liegt bei jedem Musikhörer welchen Aufwand er treiben will, um eine nochmals gesteigerte .Klangqualität zu erreichen.
Werden die aus dem Aufnahmeraum mit aufgezeichneten ersten schallstarken Reflexionen laut im Hörraum übertragen, wird im Hörraum ein zweiter Raum hörbar, der allerdings durch das Eintreffen der ersten schallstarken Reflexionen , genau aus der gleichen Richtung wie der Direktschall, nicht zur Optimierung der akustischen Qualität taugt und deswegen hier nichts zu suchen hat.  Pfleidrecording macht deswegen diese Reflexionen aus dem Aufnahmeraum im Wiededergaberaum nicht mehr hörbar und beseitigt damit deren störende Wirkung

PfleidRecording ist eine Sensation für die Konzertsaalakustik

Der Unterschied zwischen Konzertsälen mit guter oder schlechter Akustik ist, dass im ersten Fall die ersten schallstarken Reflexionen richtig vom Hörraum erzeugt werden und auch akustisch richtig an den Trommelfällen der Hörer eintreffen und im zweiten Fall aber falsch. Mit Umbauten schlechter Räume konnte man fast keine Verbesserungen erzielen, da die Veränderungen meist nicht ausreichten um eine wirklich neue akustische Gesamtsituation zu erhalten. Da PfleidRecording als erstes Tonaufnahme-Verfahren aber wirklich das authentische Direktschallsignal von Schallquellen ohne den Einfluss der Aufnahmeraum-Akustik ermöglicht, können mit diesem Signal und zeitrichtigen Lautsprechern in allen Hörräumen, ja sogar im Konzertsaal, an jeder Stelle im Saal zusätzlich zu den vom Orchester erzeugten ersten schallstarken Reflexionen, weitere erste schallstarke Reflexionen zur Verbesserung der Akustik erzeugt werden.

Die Pfleid-Optimierung von Konzertsälen, ermöglich eine bisher nicht bekannte akustische Qualität solcher Räume

PfleidRecording berücksichtigt, dass für das menschliche Hören nicht nur die klangrichtige Tonaufzeichnung erfolgen darf, sondern sie muss auch zeitrichtig erfolgen. Denn jede Schallquelle, deren Klang wir hören, können wir auch ganz genau orten. Wird ein Musikinstrument mit zwei oder mehreren Mikrofonen gleichzeitig aufgezeichnet führen die verschiedenen Ortungsinformationen immer zum Verlust der tatsächlichen Ortung und der Wahrnehmung künstlicher Räumlichkeitseffekte. Massgeblich für die Ortung ist, dass die Ein- und Ausschwingvorgänge im Direktschall der Musikinstrumente  unverfälscht reproduziert werden. Diese Ein- und Ausschwingvorgänge sind charakteristisch für jede Schallquelle und helfen dem Gehör bei der schnellen Erkennung der Schallquellen, ihrer Ortung in der Entfernung und bestimmen die Natürlichkeitsempfindung. Nur wenn eine Tonaufzeichnung klangrichtig und zeitrichtig ist können die Einschwingvorgänge der Musikinstrumente richtig übertragen werden.

Die Merkmale akustischer Qualität

Damit eine zeitrichtige und auch klangrichtige Tonaufzeichnung bei der Lautsprecher- und Kopfhörer-Wiedergabe aber auch wirklich gut klingt ist es erforderlich, dass dann noch beim Hören erste schallstarken Reflexionen des Direktschalls aus dem jeweiligen Hörraum hinzukommen müssen, die sowohl räumlich als auch zeitlich so beim Hörer eintreffen, wie es das Gehör zur Wahrnehmung eines akustisch hochwertigen Klangs benötigt. Räumlich  richtig heißt von vorne links und rechts sowie auch von oben von der Decke, zeitlich richtig heißt zwischen 5 und 50 Millisekunden nach dem Direktschall. Diese Reflexionen dürfen den Hörer aber nicht wie der Direktschall unmittelbarvon den Lautsprechern kommend erreichen. Wenn die ersten schallstarken Reflexionen nämlich genau von den Lautsprechern oder auch von hinten kommend beim Hörer eintreffen, bleibt das Klangbild eng und es kann sich kein akustisch hochwertiger Klangeindruck ergeben.

Für die Kopfhörerwiedergabe müssen diese ersten schallstarken Reflexionen elektronisch simuliert werden und an beiden Ohren des Hörers entsprechend ihrer Einfallsrichtung am Kopf des Hörersmit den dazugehörigen Zeitunterschieden sowie den dazu passenden beiden individuellen Kopf/Ohrmuschel-Filterkurven an beiden Ohren versehen werden. Aus den Merkmalen für eine hochwertige Akustik geht hervor, dass es nicht möglich ist in stark bedämpften  Räumen  eine akustisch hochwertige Musikwiedergabe zu erreichen. Alle Tonaufnahme-Verfahren, die noch aus der Zeit stammen, als man noch nicht mit mit Akustik richtig umgehen konnte, berücksichtigten nur den Gesichtspunkt der Klangrichtigkeit. Um den Klang aber zu beeinflussen verwendete man Equalizer. Man beachtete nicht, dass jede Klangbeeinflussung mit solchen Filtern unvermeidbar und physikalisch bedingt nicht nur das Ziel der Klangrichtigkeit nicht erreichen kann, sondern auch Zeitfehler erzeugt. Hier aber liegt der Grund warum man bis heute bei Stereo keine richtigen Ortungen, z.B. bei der Tiefenstaffelung der Musikinstrumente erreichen konnte
  

Die Zeitfehler beim Tonaufnahmeverfahren mit Haupt- und Stützmikrofonen

Das Tonaufnahmeverfahren mit Haupt- und Stützmikrofonen ist heute bei der Ausbildung in Tontechnikerschulen immer noch das wichtigste Verfahren und wird auch später in der Praxis am meisten benutzt. Am IRT  (Institut für Rundfunktechnik) wurde sogar eine Arbeit von Günther Theile veröffentlicht, die diese Vorgehensweise als „bewährtes“ Verfahren bezeichnet: „Hauptmikrofone und Stützmikrofone - Neue Gesichtspunkte für ein bewährtes Verfahren“.


Das Verfahren mag vor dreißig Jahren noch ein Fortschritt gewesen sein, heute ist es die Hauptursache, warum im HiFi-Bereich die Original-Musikqualität bei der Lautsprecherwiedergabe nicht verwirklicht werden kann. Dieses Verfahren berücksichtigt nämlich nicht, wie man bei der Schallaufnahme durch das menschliche Gehör zu akustisch hochwertigen Klangeindrücken kommt. Dazu muss man jedoch die Instrumente nicht nur vom Schalldruck her richtig abbilden, sondern auch vom Zeitverhalten her, um ihre Einschwingvorgänge unverfälscht widerzugeben und sie auch richtig orten zu können. Nur so kommt die so wichtige Natürlichkeitsempfindung zustande. Außerdem müssen die ersten schallstarken Reflexionen immer im jeweiligen Hörraum erzeugt werden, damit Ihr Vergleich mit dem Direktschallsignal zu zutreffenden Ortungen führen kann,


Wird ein Instrument hingegen durch ein Stütz-Mikrofon im Nahbereich und zugleich durch ein weiter entferntes Haupt-Mikrofon aufgezeichnet und dann beide Signale zusammengemischt, dann entsteht ein neuer Klang nach dem Geschmack der Person am Mischpult. Dieser Klang war aber im Konzert zuvor bestimmt nicht mit dabei. Da bei diesem Verfahren aber auch weder die Ortbarkeit der Musikinstrumente durch die Auswertung der Einschwingvorgänge noch durch den Vergleich von Direktschall und ersten schallstarken Reflexionen zu richtigen Ergebnissen führen kann, ergeben sich künstliche räumliche Effekte. Die psychoakustische Erklärung hierfür ist, dass ein Musikinstrument nicht gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Entfernungen zum Hörer stehen kann. Die räumlich richtige Wiedergabe z.B. der Tiefenstaffelung der Musikinstrumente ist mit diesem Tonaufnahmeverfahren ganz grundsätzlich nicht möglich.


Auch Lautsprecher wurden bis heute ausschließlich unter dem Klangaspekt auf einen möglichst linearen Schalldruckverlauf hin optimiert und weisen im Zeitbereich – also beim  Phasenverlauf – große Fehler auf. Diese Fehler lassen sich leicht beseitigen,  und es wäre auch schon lange geschehen, wenn sich nicht auf Grund der bisherigen falschen Hörbedingungen die Behauptung des IRT so hartnäckig gehalten hätte, Phasenfehler könne man gar nicht hören.


Die Zeit- oder Phasenfehler bei Lautsprechern  

Jérôme und ich, wir haben uns im Rahmen der Arbeiten zur Verwirklichung des PfleidRecordings ein Tonstudio eingerichtet und den Hörplatz mit einem Equalizer auf einen linearen Schalldruckverlauf abgeglichen – wie in Studios allgemein üblich. Der Klang im Hörraum war zwar sehr gut, aber die sonst bei dem phasenentzerrten Lautsprecher gewohnte präzise Ortbarkeit des Klanggeschehens war nicht mehr möglich. Als danach der Equalizer wieder ausgeschaltet wurde, verschlechterte sich zwar der Klang im Hörraum, aber die Ortungen waren wieder kristallklar. Grund für den Ortungsverlust waren zweifelsfrei die vom Equalizer erzeugten Phasenfehler bei der Linearisierung des Schalldruckverlaufs der Lautsprecher im Hörraum. Die wichtigste Entdeckung dabei: War dieser Filter eingeschaltet, führten Bearbeitungen des Tonmaterials mit einem weiteren Equalizer zu keiner weiteren Veränderung bei der Lokalisierung von Schallquellen. War hingegen der Equalizer für den Hörraum abgeschaltet, hatte die Benützung des Equalizers zur Tonbearbeitung den gleichen Lokalisierungsfehler bei Schallquellen zur Folge, wie dies vorher bei der Equalizer-gestützten Linearisierung des Schalldruckverlaufs am Hörplatz der Fall war. Die weiteren Untersuchungen zeigten schließlich:

Phasenfehler sind deutlich hörbar, aber nur bei ihrem ersten Auftreten.

Das wichtigste Ergebnis der Hörversuche: Beim Auftreten der Phasenfehler lässt sich nur die erstmaligeVerfälschung eines phasenfehlerfreien Musiksignals gut wahrnehmen – in dem Moment nämlich, wo die Natürlichkeitsempfindung verloren geht und der ursprüngliche, wirkliche Räumlichkeitseindruck ersetzt wird durch einen sehr diffusen, unbestimmten, künstlichen Räumlichkeitseindruck. Wurden hingegen dem durch Phasenfehler bereits verfälschten Signal weitere Phasenfehler zugemischt, ließen sich diese weiteren Verfälschungen nicht mehr erkennen.

Bei allen Hörversuchen, die an bereits mit Phasenfehlern verfälschten Signalen vorgenommen wurden, z.B. bei Mehrwegelautsprechern mit Frequenzweichen oder bei durch Zeitfehler, beschädigte Tonaufnahmen konnte man die im Hörversuch zusätzlich zugeführten weiteren Phasenfehler tatsächlich nicht hören. Deshalb kam es bei allen, die keine phasenentzerrten Lautsprecher hatten zu dem Irrglauben, dass die Phasenfehler prinzipiell nicht hörbar seien. Diese bis heute immer wieder zu hörende Behauptung führte dazu, dass die Versuche zur Beseitigung der Phasenfehler fast zum Stillstand kamen. Erst heute wird durch die Arbeit der Autoren die Zeit- oder Phasenproblematik wieder in den Blickpunkt gerückt. 
Die Ergebnisse der von uns erstellten Tonaufzeichnungen und Tonabmischarbeiten, in denen alle Zeit- und Phasenfehler vermieden wurden bestätigen meine Theorie und stellen wohl den entscheidenden Qualitätssprung auf dem Weg zur natürlich empfundenen Klangwiedergabe dar. Nur durch diese präzise Ortungen wurde die bei der Stereo-Lautsprecher-Wiedergabe, bisher als gar nicht für möglich gehaltene richtige Wiedergabe der Tiefenstaffelung der Musikinstrumente auf der virtuellen Bühne zwischen und hinter den beiden Lautsprecher in der gleichen Qualität  hörbar wie beim Original-Konzert. Mit den Zeit- oder Phasenfehlern bei der Tonaufzeichnung werden daher die letzten wirklich großen Fehler im HiFi-Bereich beseitigt. Deshalb möchte ich darlegen, warum die im nächsten Kapitel geschilderten Umbauarbeiten in Tonstudios unumgänglich sind – und somit die Ziele aller Tonschaffenden optimal verwirklichen helfen.



Die Zeit- oder Phasenfehler und die Akustikfehler in Tonstudios


Schallquellen werden nur als natürlich wahrgenommen, wenn sie sich eindeutig orten lassen. Dass dies mittlerweile als selbstverständlich gilt, ist den Erkenntnisfortschritten zu verdanken, die in den letzten dreißig Jahren auf den Gebieten der Akustik und Psychoakustik gemacht worden sind.

Um jedoch Aufnahmen zu erzielen, bei denen die Ortbarkeit des ursprünglichen Klanggeschehens erhalten bleibt und die klanglichen Merkmale der Instrumente unverfälscht übertragen werden, bedarf es nicht nur veränderter Tonaufnahmeverfahren, sondern zur Aufbereitung dieser Aufnahmen müssen sich auch einige der Hör- und Abmischbedingungen in Tonstudios wesentlich ändern. Diese Änderungen sind leider in allzu vielen Tonstudios bislang noch nicht erfolgt. Daher fehlen dort nicht nur die Voraussetzungen, um Tonaufnahmen überhaupt klanglich zu beurteilen, sondern vor allem, um sie auch so abzumischen, dass die Ortbarkeit der Instrumente in ihrer Breitenverteilung, insbesondere aber in ihrer Tiefenstaffelung deutlich erhalten bleibt – und somit die heutigen hohen Qualitätsanforderungen erfüllt werden können. Hier die wichtigsten Forderungen und ihre Erklärung:


1. Die Hör- und Abmischräume der Tonstudios dürfen nicht mehr stark schallgedämpft ausgeführt werden, sondern so, dass sie akustisch den Hörräumen der Musikfreunde zuhause in normalen Wohnräumen entsprechen


Dies ist heute immer noch weitgehend nicht der Fall, denn sehr viele Hörräume in Tonstudios sind nach wie vor stark bedämpft. Hingegen haben die Räume der Musikhörer zuhause ausnahmslos schallreflektierende Wände und Decken, haben also wohnraumakustische Merkmale.

Wird nun in beiden Räumen dasselbe Musikmaterial gehört, bilden sich jeweils ganz unterschiedliche räumliche Schallfelder – und somit dürfte es wohl jedem einleuchten, dass es in beiden Fällen auch jeweils völlig unterschiedlich klingt. Kein Akustiker versteht, dass man Klangabstimmungen und Klangbeurteilungen unter anderen Bedingungen macht, als jenen unter denen sie später in der Praxis bei den Verbrauchern benützt werden. Das kann doch gar nicht funktionieren


Auch alle Klangkorrekturen, die im stark bedämpften Hörraum der Tonstudios vorgenommen werden, weil sie unter diesen akustischen Bedingungen als notwendig erscheinen, erweisen sich bei der Lautsprecherwiedergabe in normalen Wohnräumen mit schallreflektierenden Wänden und Decken immer als nicht richtig und bewirken deutliche Klangverschlechterungen (z.B. die mitaufgezeichnete Aufnahmeraumakustik).


In der Beschreibung von Tonstudios kann man heute noch immer und fast überall lesen, dass die Räume in denen man die Musik aufnimmt und auch die Hörräume in denen die Tonabmischung gemacht wird, am besten stark bedämpft oder sogar fast schalltot ausgeführt sind, damit der Raum, in dem die Musik aufgezeichnet oder abgemischt wird, keinen Einfluss auf die Aufnahme bekommt und nur der Direktschall der Musikinstrumente gehört und/oder aufgezeichnet wird (siehe auch Raumakustik Wikipedia).


Endlich wird bei offiziellen Textformulierungen klar ausgedrückt, dass man nur den Direktschall der Musikinstrumente aufnehmen darf, nicht aber die Akustik des Aufnahmeraums, doch kommt hier nicht zum Ausdruck, dass sich in stark gedämpften Räumen keine guten Aufnahmen machen lassen.

Dadurch werden nämlich akustische Verhältnisse geschaffen unter denen die Musiker nicht gut zusammenspielen können. Alle Musiker richten nämlich ihre Spielweise bei ihren Auftritten immer nur nach dem Klang, den sie im jeweiligen Hörraum erzeugen und den sie auch von sich selbst hören. Dieser Klang, den sie zu ihrer eigenen Orientierung benötigen, entsteht aber erst durch die Gesamtwirkung der Schallanteile aus dem Direktschall der Musikinstrumente, den ersten schallstarken Reflexionen und dem Nachhall, die nicht einzeln für sich wahrgenommen werden können und die auch nicht zeitgleich an den Ohren der Hörer eintreffen.

Dieser Gesamteindruck entsteht erst nachdem alle Schallanteile, die in Räumen die akustische Qualität entstehen lassen am Ohr der jeweiligen Hörer vorbei sind. Das heißt aber, dass der Klangeindruck, an dem die Musiker sich orientieren, immer bereits mehrere erste schallstarke Reflexionen enthält, die für eine gute Durchmischung und Verteilung des gesamten Klangs im jeweiligen Raum sorgen, so dass jeder Musiker auch alle anderen Instrumente gut und auch laut genug hören kann. Wird aber bei Tonaufnahmen in einem Tonstudio der Raum stark bedämpft  ist nach dem Direktschall nichts mehr zu hören, also keine Reflexionen  und auch kein Nachhall. Deshalb fehlt auch die akustische Wirkung mehrerer erster schallstarken Reflexionen,  damit der Direktschall subjektiv lauter wahrgenommen wird und sich auch der Klang weiträumig und gut im Raum verteilt. Ein einziges Schallsignal, das ohne jegliche weitere Reflexionen bleibt, so etwas ist in der Natur nicht möglich und die Psychoakustik meldet einen unnatürlichen Klangeindruck. Deshalb, und weil auch der Direktschall der Musikinstrumente nicht laut genug ist, können Musiker in stark schallgedämpften Räumen nicht gut zusammenspielen.


Die besonderen Schwierigkeiten bei akustischen Fragen kommen daher, dass man hier nicht immer das hört was man glaubt erwarten zu dürfen. Da werden alle Klangereignisse erst nochmals im Gehirn auf ihre Stimmigkeit, Logik, die momentane Situation und die subjektive Hörerfahrung überprüft und führen dann erst zu einem Höreindruck, der vom Gehirn kommt. Wenn man den Raum stark schallbedämpft führt dies nicht zu einem als leiser gehörten Raumeinfluss, sondern zu einem unbekannten als künstlich empfundenen Klang mit dem Musiker, die ihren Klang hervorbringen möchten, nicht zurecht kommen können.


Die Änlichkeit und die Unterschiede derselben Begriffe führen auch heute noch oft dazu, dass sich Techniker und Akustiker nicht verstehen. Der stark bedämpfte Raum ist beispielsweise der ideale Raum zum Messen der Schalldruckverläufe und der von technischen Geräten hervorgerufenen Verzerrungen. Deswegen wurde er auch von Technikern zum idealen Raum für akustische Zwecke erklärt. Gut klingende Musik in Hörräumen hat aber nichts der Messung von Schalldruckverläufen zu tun und Reflexionen sind keine Verzerrungen. Deshalb ist es auch akustisch gesehen nicht richtig den Klang von Lautsprechern in Hörräumen mit Equalizern zu verändern, anstatt mit einer anderen Aufstellung für unverfälschten Direktschall und danach für richtig beim Hörer eintreffende Reflexionen zu sorgen.


Ganz grundsätzlich gesehen sollte man immer nur dann Musikaufnahmen machen, wenn die Musiker sich unter guten akustischen Bedingungen mit schallreflektierenden Wänden und Decken befinden und sich beim spielen an dem Klang orientieren können, den sie gewohnt sind und den sie auch sonst hören, wenn sie spielen.  


Und damit ist man wieder beim PfleidRecording 


PfleidRecording zeigt wie dieser Weg aussieht. Man wählt größere Räume und stellt die Mikrofone so nah über dem vorderen Rand des aufzunehmenden Objekts auf, dass sie sich noch innerhalb des Hallradiusses befinden. Dadurch wird bei der Lautsprecher-Wiedergabe auch nur der Direktschall der Musiker hörbar, aber ohne dass dabei die Musiker beim Spielen eingeschränkt oder behindert werden. Alles was hierbei zu beachten ist, steht in Kapiteln über das PfleidRecording und Pfleid-Marot-Mixing im neuen Buch.
  

2. Im Tonstudio müssen künftig die Gesetze der Psychoakustik berücksichtigt werden – diese Gesetzmäßigkeiten bestimmen nämlich, wie die räumlichen Schallfelder im Hörraum strukturiert sein sollten, damit der Klang von unserem Gehör optimal aufgenommen und verarbeitet werden kann. Das aber heisst nichts anderes, als dass die Lautsprecher in jedem Raum akustisch richtig aufgestellt werden müssen. Nicht einmal diese Minimalforderung wird in den stark bedämpften Tonstudioräumen verwirklicht.

Deshalb ist hier die Zuschrift des Tonmeisters Helmut Andres an das Tamino Forum von ganz besonderer Bedeutung, wenn er schreibt dass für ihn die richtige Aufstellung der Lautsprecher im Raum sich als die entscheidende Voraussetzung für die Wiedergabe des Originalklangs herausgestellt hat, und dass dies seines Erachtens für alle Anlagen gilt unabhängig vom Preis- oder Qualitätsniveau.
 

3. Künftig müssen in Tonstudios auch alle Zeit- oder Phasenfehler verhindert werden.

Alle Zeit- und Phasenfehler verfälschen die Ortbarkeit der Musikinstrumente und erzeugen dadurch falsche Räumlichkeitseindrücke. Auch der stark bedämpfte Raum selbst verfälscht den Räumlichkeitseindruck, denn das Gehör kann sehr gut zwischen wirklichen räumlichen Schallfeldern und der nur schalldruckmäßigen Simulation räumlicher Schallfelder aus dem Aufnahmeraum unterscheiden. Durch diese Räumlichkeitsverfälschungen wird die Wiedergabe der wirklichen Räumlichkeit, und somit auch die richtige Tiefenstaffelung der Instrumente beeinträchtigt. Leider sind Phasenfehler in fast allen derzeit erhältlichen mit Frequenzweichen ausgestatteten Mehrwegelautsprechern unvermeidlich. Aber Phasenfehler ergeben sich auch bei allen auf den Hörplatz im Tonstudio bezogenen elektronischen Korrekturen des Schalldruckverlaufs. Deshalb wird in herkömmlich eingerichteten Tonstudios der Klang grundsätzlich verfälscht wiedergegeben.


Beim Hören von Aufnahmen, die unter Verwendung von Haupt- und Stützmikrofonen erstellt werden, kommen noch deren unvermeidliche Phasenfehler hinzu, die durch die Aufstellung der Mikrofone und der immer erst im Tonstudio erfolgenden Klangbestimmung hervorgerufen werden. Daraus ergeben sich mehrfache, unterschiedliche Räumlichkeitswirkungen, die sich überlagern und eine aus Zeit- und Phasenfehlern hervorgerufene Räumlichkeit übermitteln, die in keinerlei Beziehung mehr mit der originalen, räumlichen Tiefenstaffelung steht



Grundsätzliches zu Tonaufnahmen



Hier finden Sie, was die Tonaufnahmetechnik, aus der Sicht von Akustikern in Zukunft zu leisten hat, was sie nicht mehr tun darf und wie das von der Wiedergabetechnik erledigt wird.

1. PfleidRecording bewirkt, dass bei der Lautsprecherwiedergabe die ersten schallstarken Reflexionen aus dem Aufnahmeraum nicht mehr hörbar werden.

Beim PfleidRecording wird der Direktschall der Musikinstrumente im Aufnahmeraum möglichst laut aufgezeichet, die ersten schallstarken Reflexionen hingegen möglichst leise.
Um dies zu erreichen werden drei kleinflächige Kondensator-Mikrofone mit nierenförmiger Richtcharakteristik direkt am vorderen Rand des Orchesters über den Musikern aufgehängt. Wohlgemerkt nicht auf einem Platz mit guter Akustik, wo der Direktschall und die ersten  schallstarken etwa gleich laut sind, sondern dort, wo der Direktschall der Musikinstrumente im Raum am lautesten gegenüber den ersten schallstarken Reflexionen im Raum ist. Durch hohe Räume und die Verwendung von kleinflächigen Kodensatormikrofonen mit nach unten zeigender Richtcharakteristik wird eine weitere Pegelabsenkung bei den ersten schallstarken Reflexionen im Aufnahmeraum erreicht. Dadurch lassen sich bei der Lautsprecher-Wiedergabe in allen späteren Räumen aus dem lauten originalen Direktschall, laute erste schallstarke Reflexionen im Hörraum erzeugen, die deutlich lauter sind als die in der Lautstärke abgeschwächten ersten schallstarken Reflexionen aus dem Aufnahmeraum.

Nach dem Haas-Effekt darf eine Reflexion sogar lauter sein als der Direktschall ohne hörbar zu werden, wenn sie nur schnell genug nach dem Direktschall beim Hörer eintrifft. Deshalb werden die schnell nach den lauten ersten schallstarken Reflexionen aus dem Hörraum eintreffenden leiseren Reflexionen aus dem Aufnahmeraum im Wiedergaberaum nicht mehr hörbar.

2. PfleidRecording bewirkt aber außerdem auch noch, dass bei der Stereowiedergabe mit Lautsprechern die links, die in der Mitte und die rechts spielenden Instrumente mit den Informationen verbunden werden, ob sie vorne oder hinten spielen.  Auf diese Weise kann in allen späteren Hörräumen, wenn sie schallreflektierende Wände und Decken haben, der originale von den, ersten schallstarken  Reflexionen des Aufnahmeraums klanglich nicht beeinträchtigte Direktschall der Musikinstrumente mit der jeweiligen Raumakustik des Lautsprecher Hörraums kombiniert werden und die Hörer können in allen unterschiedlichen Räumen, die auf der virtuellen Bühne zwischen und hinter den Lautsprechern entsteht, die gleiche Verteilung der Musiker, wie auf der richtigen Bühne hören. Dies aber  ist das authentische Klangbild zum Konzert. Durch den großen Spielraum von 10 bis 50 Millisekunden in dem die ersten schallstarken  Reflexionen nach dem Direktschall beim Hörer eintreffen können, wird in großen wie in kleinen Räumen die optimale akustische Qualität erreichbar.

Die Aufstellung der Lautsprecher im Hörraum hat dabei als Wiedergabetechnik für Lautsprecher einen maßgeblichen Einfluss auf den Klang.

Dies heißt aber nichts anderes als, dass allein mit einer guten Tonaufnahme noch lange nicht die hochwertige Klangwiedergabe erreicht sein muss. Dazu muss beides richtig gemacht werden, die Aufnahme- und die Wiedergabetechnik. Und es dürfen auch nicht Fehler, die in dem einen Bereich gemacht werden, durch Massnahmen im anderen Bereich ausgeglichen werden.

Das Kapitel 4 im neuen Buch beschreibt  deswegen genau was in Zukunft die Wiedergabetechnik und was die Aufnahmetechnik liefern müssen.

Dass daran auch in Zukunft kein Weg mehr vorbei führt, zeigt sich an der Wiedergabetechnik für Lautsprecher. Die HiFi-Zeitschriften sind voll mit Erklärungen, wie die Hörer mit der Raumakustik umgehen sollen und mit Aufstellungstips für die Lautsprecher im Hörraum. Dies ist aber nichts anderes als die Wiedergabetechnik für Lautsprecher in Wohnräumen, die bewirkt, dass die Schallwellen so an den Trommelfellen der Hörer eintreffen, wie es zur Wahrnehmung eines akustisch hochwertigen Klangeindrucks nötig ist.

Auch für andere Hörmedien z.B. die Kopfhörer, die Lautsprecherwiedergabe im Auto oder in Konzertsälen kann mit dem immer gleichen PfleidRecording Tonaufnahmeverfahren und der dem Medium angepassten Wiedergabetechnik absolut die gleiche authentische Klangqualität erreicht werden (Mehr dazu im neuen Buch)

Aus dem hier beschriebenen Zusammenhang geht auch klar hervor, dass der Eindruck einer hochwertigen Akustik, nichts mit dem Schalldruckverlauf der Lautsprecher, oder mit dem Einsatz von Equalizern zu tun hat und auch kein Räumlichkeitsverfahren ist , sondern nur die perfekte Hörbarkeit der allerfeinsten Details der Musik im gesamten Raum hörbar werden lässt, in großen wie in kleinen Räumen.

Auch die Aufstellung der Mikrofone im Aufnahmeraum hat dabei für die  Wiedergabetechnik für Lautsprecher  einen maßgeblichen Einfluss auf den Klang.

Die Platzierung der Mikrofone im Aufnahmeraum darf in Zukunft nicht mehr direkt bei einzelnen Instrumenten z.B. bei Solisten oder bei Instrumenten-Gruppen innerhalb des Aufnahmebereichs erfolgen. Die hier immer notwendigen nachträglichen Pegelanpassungen erzeugen nicht nur  Zeit- und Einschwingfehler der Instrumente, die ihrerseits wiederum Klangfehler und künstlich empfundene Räumlichkeitseffekte bewirken, sondern es sind auch gravierende Eingriffe des Tonmeisters auf das musikalische Konzept des Dirigenten bzw. der Musiker.

Deshalb erfasst PfleidRecording alle Musiker immer nur mit der Lautstärke, in der sie am vorderen Bühnenrand, auf den besten Plätzen im Saal, nach den Anweisungen des Dirigenten, zusammenspielen. Nur so lässt sich die musikalische Botschaft des Werks und des Dirigenten mit seinen Musikern unverfälscht hörbar machen und so übertragen werden, dass Sie von den Zuhörern auch verstanden werden kann.

Für die Platzierung der drei Mikrofone, die über dem vorderen Rand der Fläche aufgehägt werden auf der die Musiker verteilt spielen, hilft die Vorstellung, einen Platz im Raum zu finden, an dem nur durch den Austausch der Mikrofone durch Lautsprecher, ein ähnlicher Eindruck in der Verteilung der Instrumente, links, in der Mitte und rechts entsteht, wie beim Konzert mit den Instrumenten.

Nur dadurch, dass der in sich stimmige Klang mit allen Lautstärkeunterschieden zueinander im richtigen  Zusammenhang mit der Entfernung vom vorderen Rand und der Ortung der Musikinstrumente fehlerlos von der richtigen Bühne auf die virtuelle Bühne zwischen und hinter den Lautsprechern übertragen werden kann, ist erstmals eine  genaue, unverfälschte Reproduktion von Konzerten in authentischer Qualität möglich. Sogar die Tiefenstaffelung, der Musikinstrumente, die bisher von keinem Verfahren wiedergegeben werden konnte, zeigte sich  mit zwei Stereo-Lautsprechern auf beeindruckende Art- und Weise. Ein weiterer in der Praxis ganz wichtiger Punkt darf hier nicht unerwähnt bleiben.

Da die Akustik des Aufnahmeraums bei der Wiedergabe nicht hörbar wird lassen sich auch in weniger guten Räumen ganz hervorragende Ergebnisse erreichen. Leichter und besser sind Tonaufnahmen, meiner Meinung nach, wohl nicht zu machen.



 

Diverse Tonaufnahme-Verfahren


One Point Recording über ein einziges Stereo-Mikrofon  (single stereo-pair microfone)

Als bekanntestes Verfahren, welches nur mit einem einzigen Stereomikrofon arbeitet und somit keine zusätzlichen Stützmikrofone verwendet, gilt das „One-Point-Verfahren“ von Denon. Wegen der nahen Anordnung der Mikrofone zueinander taugt es eigentlich nur für die Kopfhörerwiedergabe, und bei der Lautsprecherwiedergabe derartiger Aufnahmen kommt es zu den bereits genannten, springenden Ortungen. 

Zudem eignen sich zwei so nahe beieinander angeordnete Mikrofone nicht, ein räumlich so ausgedehntes Objekt wie ein Sinfonieorchester für die Lautsprecherwiedergabe richtig aufzuzeichnen. Stellt man nämlich solche Mikrofone vor einem Sinfonieorchester auf, werden die ganz hinten und die weiter links und rechts befindlichen Instrumente für die Lautsprecherwiedergabe zu leise aufgezeichnet, denn sie sind einfach zu weit weg. Dadurch leidet die Transparenz der Musikwiedergabe.

Deswegen hat man dieses Tonaufnahmeverfahren auch nicht weiter verfolgt, sondern bei weiter entfernten Instrumenten einfach Stützmikrofone dazugestellt, die der Tonmeister nach Belieben laut oder leise stellen konnte – und somit hatte man das derzeit gängige Tonaufnahmeverfahren mit Haupt- und Stützmikrofonen.

Haupt- und Stützmikrofone

Beim Einsatz von Haupt- und Stützmikrofonen werden dieselben Instrumente aus einigen Metern Entfernung durch das Stereo-Hauptmikrofon aufgezeichnet und zugleich aus der Nähe von den jeweiligen Stützmikrofonen erfasst. Diese beiden Signale werden dann zusammengemischt. Wird beim Zusammenmischen der Pegel der Stützmikrofone variiert können dadurch die mit ihnen aufgezeichneten Instrumente im Klangbild als lauter oder leiser spielend eingestellt werden.

Zwar lässt sich durch dieses Verfahren das musikalische Klangbild vom Schalldruck her beliebig verändern. Da jedoch dieses künstlich zusammengesetzte Signal jetzt durch zwei unterschiedliche Einschwingvorgänge gleichzeitig zwei unterschiedliche Informationen über die Entfernung der Instrumente enthält, führt es zu falschen Ortungen. Dadurch wiederum geht sofort die Natürlichkeitsempfindung verloren. Auch zeitverzögerte Stützmikrofone können die Ortungsfehler nicht verhindern. 

Weil ein derartig zusammengesetzter Klang in der Natur nicht vorkommt, ist der Mixer immer dazu gezwungen geschmackliche Klangfestlegungen zu treffen. Der Abmischvorgang ist deshalb immer geprägt vom persönlichen Geschmack des Mixers und den Zeitfehlern, die sich technisch bedingt und unvermeidlich bei jeder Klangmanipulation  ergeben.

Gross-AB Mikrofonanordnung

Erwähnen sollte man hier auch das Haupt- und Stützmikrofonverfahren „Groß AB“. Hier werden die beiden Hauptmikrofone nicht mehr im Ohrenabstand, sondern mehrere Meter weit auseinander aufgestellt. Das sich daraus ergebende akustische Loch dazwischen verhindert man durch ein zusätzliches Mittenmikrofon.

Da diese drei Hauptmikrofone aber immer noch vor dem Orchester aufgestellt werden, lässt sich der Einsatz zusätzlicher Stützmikrofone mit all ihren Nachteilen nicht vermeiden.

Das Decca Tree Verfahren

Bei Decca Tree werden drei Mikrofone in Bühnenmitte über dem Dirigentenpult aufgehängt. Das Mittenmikrofon wird hierbei gegenüber dem linken und rechten Mikrofon nach vorne versetzt. Dadurch fällt jene Mittenlokalisation, die sich aus dem linken und rechten Mikrofon ergibt, nicht mehr mit der Mittenlokalisation des eigentlichen Mittenmikrofons zusammen. Auf diese Weise entstehen Ortungsfehler, die Räumlichkeitseffekte hervorrufen – dieses Verfahren wurde seinerzeit als „Surround-Sound“ vermarktet. Und selbst, wenn links und rechts von diesen drei Mikrofonen zusätzliche Auslegermikrofone platziert werden, bleibt es ein Effektverfahren, das keine optimale Stereowiedergabe liefern kann.

Beim PfleidRecording werden wie bei der Gross-AB-Anordnung oder bei dem Decca Tree Verfahren, drei Mikrofone benützt, aber alle drei Verfahren haben eine vollkommen andere akustische Wirkung. Daraus geht klar hervor, dass nicht die Anzahl der verwendeten Mikrofone ihre Wirkung bestimmt, sondern ihre Aufstellung. Es mag durchaus sein, dass es noch weitere Verfahren gibt, die mit drei Mikrofonen arbeiten, aber es steht jedoch auch fest, dass es bisher noch kein Verfahren mit der vom PfleidRecording geforderten Mikrofonaufstellung bzw. der mit diesem Verfahren erzielten akustischen Wirkung gab.

Surround-Sound-Verfahren

Alle Surround-Sound-Verfahren für die hochwertige Musikwiedergabe gehen auch heute immer noch davon aus, dass sich eine im  Aufnahmeraum vorhandene Akustik auch im Wiedergaberaum mit mehr oder weniger vielen Lautsprechern verwirklichen lässt.

Keines dieser Verfahren will die vorhandene Akustik der Räume, in denen gehört wird, miteinbeziehen und keines dieser Verfahren kommt mit zwei Stereolautsprechern aus. 

Bei diesen Verfahren, geht man wie vor dreißig oder mehr Jahren, davon aus, dass der Hörraum am besten stark bdämpft ist und jede Reflexion im Hörraum von dort aufgestellten Lautsprechern kommt.


PfleidRecording

(Hier nur die Kurzfassung, alles was man dazu wissen muß steht im neuen Buch)

PfleidRecording zeigt, wie sich die Klangqualität bei der Musikwiedergabe mit HiFi-Anlagen durch die Beseitigung der Zeit- oder Phasenfehler , und die durch die Einbeziehung der Akustik, auch heute noch dramatisch verbessern lässt.  Es ist ein neuartiges, zeitrichtiges Tonaufnahmeverfahren für akustische Musikinstrumente, das sich aus meinen akustischen Forschungsarbeiten ableiten ließ. Pfleid-Marot-Mixing hat sich in der Praxis dazu ergeben. Bei der Wiedergabe von PfleidRecording-Aufnahmen im Wohnraum wird von den Lautsprechern nur der Direktschall der Musikinstrumente in ihrer authentischen Verteilung auf der Bühne hörbar gemacht, nicht jedoch die Akustik des Aufnahmeraums.


Dies wird dadurch erreicht, dass man als Aufstellort für die Mikrofone im Aufnahmeraum den Platz wählt, wo der Pegel des Direktschalls der Musikinstrumente am lautesten gegenüber dem Pegel der ersten schallstarken Reflexionen ist. Dieser Pegelunterschied wird nochmals vergrößert durch die Wahl von Mikrofonen mit Nierencharakteristik. Nach dem Haas-Effekt, können aber nach dem Direktschall eintreffende Reflexionen sogar lauter als der Direktschall sein, ohne eigenständig hörbar zu werden, wenn sie nur schnell genug nach dem Direktschall beim Hörer eintreffen. Da aber in normalen Wohnräumen, die als Hörräume für die Lautsprecherwiedergabe benutzt werden, die ersten schallstarken Reflexionen sehr schnell nach dem Direktschall beim Hörer eintreffen, reicht bereits eine kleine Pegelabsenkung bei den ersten schallstarken Reflexionen aus dem Aufnahmeraum aus, dass sie im Wiedergaberaum nicht mehr wahrgenommen werden.

 Im Wiedergaberaum für Lautsprecher mit schallreflektierenden Wänden sind jetzt der laute Direktschall der Musikinstrumente und die daraus im Wiedergaberaum entstehenden lauten ersten schallstarken Reflexionen hörbar, nicht jedoch die leiseren ersten schallstarken Reflexionen aus dem Aufnahmeraum. Hier treten z.B.laute und leise frühe Refexionen gleichzeitig auf die eine unterschiedliche akustische Wirkung haben, deshalb hielt ich diese Bezeichnung für falsch und nannte sie erste schallstarke Reflexionen. Die ersten schallstarken Reflexionen aus dem Wiedergaberaum kann man zwar auch nicht einzeln, sondern nur als Gesamteindruck mit dem Direktschall und dem Nachhall hören, wenn jedoch laute und leise erste schallstarke Reflexionen gleichzeitig auftreten zeigen die leisen auch keine Wirkung mehr im Gesamteindruck und sind dadurch gar nicht mehr hörbar.


Damit erfüllt PfleidRecording einen uralten Wunsch der Tontechnik. Aufnahmen, welche die Akustik des Aufnahmeraums nicht mitübertragen, waren bisher nur in strark bedämpften Räumen möglich, wo die Aufzeichnung  der Raumakustik verhindert wird. PfleidRecording aber ermöglicht jetzt das gleiche Ergebnis mit akustischen Mitteln, in dem nicht die Aufnahme der Aufnahmeraumakustik verhindert wird sondern ihre Wiedergabe. Deshalb gibt es keine Einschränkungen für die Musiker, die unter guten akustischen Bedingungen viel besser spielen können als in stark bedämpften Räumen, wo sie sich gegenseitig nur sehr schlecht hören. Somit lässt sich anhand von PfleidRecording endlich ein schon lang gehegtes Ziel der Tontechnik erreichen, das man bisher durch Tonaufzeichnung in extrem schallbedämpften Räumen zu verwirklichen versuchte. Doch der wesentliche Vorteil von PfleidRecording besteht darin, dass der nachteilige Einfluss solcher Aufnahmeräume auf die Spielweise der Musiker völlig entfällt.


Bislang konnte weder der Aufnahmeplatz im stark bedämpften oder fast schalltoten Raum, also ganz ohne die Aufnahmeraumakustik, die notwendigen Voraussetzungen für gute Tonaufnahmen liefern, noch der Hörplatz im Konzertsaal mit der besten Hörraumakustik, wo der Pegel des Direktschalls ungefähr gleich laut war wie der Pegel der ersten schallstarken Reflexionen. PfleidRecording hingegen zeigt, dass der akustisch richtige Platz dazwischen liegt – und wo man ihn findet. Deshalb schafft es zusammen mit Pfleid-Marot Mixing die Voraussetzungen für wesentlich bessere Tonaufnahmen.   Wenn die Aufnahmeraumakustik bei der Wiedergabe nicht hörbar wird, dann bedeutet dies, dass man auch in nicht so guten Konzertsälen hervorragende Aufnahmen machen kann. Die Akustik des Aufnahmeraums muss nur gewährleisten dass sich die Musiker untereinander gut genug hören um fehlerlos zusammen spielen zu können.


Die Musiker verbleiben auf ihrer virtuellen Bühne

Der Abstand, in dem die Mikrofone am vorderen Rand des Klangkörpers über den Musikinstrumenten  hängen, wird einerseits so groß gewählt, dass die jeweilige Abstrahlcharakteristik dieser Instrumente nicht mehr für den Klang bestimmend ist. Bei einer Querflöte bedeutet dies z.B.: Man muss das Mikrofon so hoch hängen, dass die Bewegungen des Musikers beim Spielen nicht von der Bewegung abhängige Klangveränderungen bewirken. Andererseits muss man diesen Abstand so gering halten, dass der Pegel des Direktschalls der akustischen Instrumente deutlich größer ist als der Pegel der hieraus abgeleiteten ersten schallstarken Reflexionen aus dem Aufnahmeraum.  Für das Hörerlebnis bei der Lautsprecher-Wiedergabe macht sich dieser Abstand dementsprechend hörbar:

Die vorne platzierten Musikinstrumente klingen so, als säßen die Musiker hinter den Lautsprechern auf der dort entstehenden virtuellen Bühne. Hierbei wird die virtuelle Bühne akustisch keineswegs durch die Wand hinter den Lautsprechern begrenzt. Denn alle akustischen Informationen über die ursprüngliche Tiefenstaffelung sind im Signal enthalten, das von den Lautsprechern abgestrahlt wird. Daher wird z.B. bei Klavier-Soloaufnahmen, wo die Mikrofone direkt über dem Klavier hängen, das Klavier so wahrgenommen, als befände es sich noch im Zimmer. Werden auch weiter hinten stehende Instrumente auf der wirklichen Bühne per PfleidRecording fehlerfrei erfasst, lassen sie sich auch in ihrer räumlichen Verteilung auf der virtuellen Bühne hinter den Lautsprechern richtig orten und originalgetreu wiedergeben.


Durch diese Wirkungsweise wird bei der Musikwiedergabe keinesfalls eine neue Räumlichkeit erzeugt. Die Instrumente werden also auch nicht „in den jeweiligen Hörraum gequetscht“, sondern sie verbleiben auf ihrer wirklichen Bühne, deren tatsächliche Größe auch in der virtuellen Abbildung, also hinter den Lautsprechern im Hörraum, ungeschmälert erhalten bleibt. Somit kann eine solche virtuelle Bühne durchaus weit über den Wandabstand hinter den Lautsprechern hinausreichen – allein aufgrund angewandter Psychoakustik. Durch die Aufstellung der Lautsprecher im Hörraum wird dann aber die akustische Qualität (also ihre Tranzparenz und Durchhörbarkeit der feinsten Details) durch die ersten schallstarken  Reflexionen ermöglicht, verbunden mit dem Eindruck, dass sich der Hörer und die Musiker im gleichen Raum befinden.


Dies war einer der Gründe warum ich mich mit HiFi  beschäftigt habe. Musik wie aus einem Nebenzimmer zu hören hat mich immer enttäuscht.
Es ist vor allem der unmittelbare Kontakt zur Musik der bewirkt, dass die Zuhörer mitgerissen werden und Musik zum Erlebnis wird.

Auch beim Pfleid-Konzertsaal, der im neuen Buch beschrieben wird, kann durch die einem griechischen Amphiheater nachempfundene runde Bauform mit steil ansteigenden Sitzreihen eine ganz andere Intensität der Musik erreicht werden, die die Zuhörer mitreisst. 
Die Wirkung ist durchaus vergleichbar mit den neuen Fussballstadien, die auch wie eine Arena aufgebaut sind. Wer einmal ein Spiel in solch einer Arena erlebt hat, der mag keine normalen Fussballstadien mehr.
 
Wenn man jedoch die Aufnahmeraum-Akustik mit aufzeichnet und solche Aufnahmen dann in normalen Wohnräumen mit schallreflektierenden Wänden und Decken wiedergibt, lässt es sich nicht vermeiden, dass der akustische Einfluss von zwei Räumen hörbar wird, mit der psychoakustischen Wirkung, dass diese Musik nicht mehr in meinem Zimmer, sondern in einem Nebenraum  stattfindet. Dadurch aber wurde für mich ein wesentliches Merkmal der Musik zerstört.  Ich war immer von dem Klang der akustischen Musikinstrumente fasziniert, aber nur bei unmittelbarem Kontakt, wenn sie im gleichen Raum spielten in dem ich ihnen zuhörte.

Im optischen Bereich entspricht dies einem Film, den man an eine Wand projiziert: Hierbei kann der Zuschauer auch ohne weiteres die räumlich richtige Tiefe einer Landschaft erkennen, ohne dass die Wand diesen Eindruck behindert.

Wie gut eine Tonaufnahme werden kann, ohne dass die Aufnahmeraumakustik im Wiedergaberaum hörbar wird, zeigt die Klavieraufnahme von Michael Leslie in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche. Selbst die dort äußerst prägnante Kirchenakustik tritt überhaupt nicht mehr in Erscheinung, und die akustische Qualität dieser Aufnahme kann sich in allen Hörräumen, allein durch die richtige Lautsprecheraufstellung entfalten unabhängig vom Aufnahmeraum.

Tonaufnahmen, die anhand von PfleidRecording erstellt und per Pfleid-Marot-Mixing bearbeitet worden sind, erzeugen ein authentisches Klangbild des Direktschalls der Musikinstrumente in ihrer räumlichen Verteilung auf der Bühne während des Konzerts. Daher erklingt die Musik bei der Wiedergabe in der Originalqualität, so als wäre man im gleichen Zimmer direkt live mit dabei, und man hört die Musiker unmittelbar hinter den Lautsprechern spielen – in derselben räumlichen Verteilung wie beim Konzert. Wir haben diese Aufnahmen sowohl Musikern vorgeführt als auch Klassikliebhabern, d.h. Leuten, die regelmäßig in Konzerte gehen. Alle waren überrascht, wie originalgetreu die Aufnahmen sind. In direktem Vergleich unserer Aufnahmen mit den besten derzeit erhältlichen CDs klingen die handelsüblichen Einspielungen flach, und die Verteilung der einzelnen Instrumente im Orchester ist zwar in der Breite, von links nach rechts hörbar, jedoch lässt sich keine Tiefenstaffelung wahrnehmen.

Musiker bestätigen: PfleidRecording ergibt erstmals wirklich authentischen Klang

Das größte Lob – welches kein anderes Tonaufnahmeverfahren für sich verbuchen kann – ist zweifellos, dass alle Musiker, mit denen wir bisher klassische Musik aufgenommen haben, von sich aus sagten, sie könnten sich nun zum ersten Mal so hören, wie sie bei der Aufnahme tatsächlich gespielt haben. Und das im Unterschied zu den bisherigen Tonaufnahmen, in denen sie oft große Mühe hatten, sich selbst wiederzuerkennen.

Größte Bedeutung  wird daher schon bald der Wunsch der Dirigenten und der Musiker bekommen mit dem PfleidRecording-Verfahren aufgezeichnet zu werden, denn es ist das einzige Verfahren mit dem sich ein Konzert authentisch wiedergeben lässt, und alle Musiker haben das größte Interesse, aber auch ein Recht darauf zu hören, wie sie wirklich klingen.

Eine Zuschrift, die die Situation wundervoll beschreibt, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Ich habe die Aufnahme von Mahlers 1. Sinfonie inzwischen mehrfach gehört und bin begeistert von der Tonqualität.  Man hat wirklich das Gefühl beim Live-Konzert dabei zu sein, man verspürt nicht den klanglichen Abstand, den man oft zu Musik aus der Konserve hat.

Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe machen, so tolle Aufnahmen für unser Orchester zu produzieren. Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Produktion und werde sie sicher kaufen. In der Vergangenheit hatte ich mir praktisch nie eigene Konzertaufnahmen  zugelegt, aber jetzt bin ich ein Fan von Ihren Aufnahmen und der speziellen Technik  geworden.

Dr. Martina Spaeth  (1.Geige im Patentorchester)


Zusammenfassung

 

Die Erprobung des PfleidRecordings führte zu spektakulären Ergebnissen: Es zeigt, wie klang- und zeitrichtige Tonaufnahmen in Konzertsälen mit schallreflektierenden Wänden und Decken gemacht werden müssen, damit der authentische Klang eines Klangkörpers – egal ob von kleinen Ensembles oder großen Orchestern – auch in den unterschiedlich großen Wohnräumen der Verbraucher hörbar gemacht werden kann. Vor allem lassen sich jetzt auch bei der zweikanaligen Stereo-Wiedergabe alle Musikinstrumente hinsichtlich ihrer Tiefenstaffelung richtig darstellen – von Fachleuten bislang als schlicht nicht machbar bezeichnet). Und diese Abbildung erfolgt mit solch hoher Genauigkeit und hinreißender Leichtigkeit, dass auch die Lautsprecherwiedergabe tatsächlich zu einem faszinierenden Hörerlebnis werden kann, welches dem Klang in der Livesituation so nahekommt, wie noch nie zuvor.


Außerdem wird ein weiteres akustisches Problem gelöst: Bis heute bieten über 95 Prozent aller Aufnahmen von klassischer Musik, die mit akustischen Instrumenten erstellt wurden, immer noch nicht jene authentische Klangqualität, die sie eigentlich haben könnten. Der Grund: Bei der Lautsprecherwiedergabe im Hörraum wird in solchen Produktionen auch die Akustik des Aufnahmeraums deutlich hörbar – doch diese ersten schallstarken Reflexionen können sich im Wiedergaberaum aus prinzipiellen Gründen überhaupt nicht entfalten. Denn diese Raumakustikanteile des Aufnahmeraums kommen im Wiedergaberaum, wie der Direktschall direkt von den Lautsprechern, erzeugen ein enges Klangbild und haben somit nicht mehr die unabdingbaren Merkmale räumlich beim Hörer eintreffender erster schallstarker Reflexionen, auf den eine akustisch hochwertige Klangempfindung beruht – ganz im Gegenteil: Sie verhindern sogar eine akustisch hochwertige Wiedergabe.

 
Beeindruckend am PfleidRecording ist auch, dass – dank der zeitrichtigen Wiedergabe – die Solisten so präzise in ihrer Tiefenstaffelung wahrgenommen werden können, wie in der Live-Situation: Jene Instrumente, die im Orchester ganz vorne sitzen, erklingen tatsächlich unmittelbar hinter den Lautsprechern, also noch innerhalb des Hörraums, während die weiter weg spielenden Musiker mit größerem Abstand hinter den Lautsprechern hörbar werden – auf einer virtuellen Bühne.
In der Fototechnik bezeichnet man diesen Sachverhalt als Perspektive in der Tiefenstaffelung – Begriffe, die bisher nur in der Bildverarbeitung benutzt wurden. Sie lassen die neuen Möglichkeiten erkennen, welche durch die erheblich präzisere Klangverarbeitung bei PfleidRecording-Aufnahmen in Zukunft möglich werden. PfleidRecording ist ganz eindeutig das erste Tonaufnahmeverfahren, welches bei der Wiedergabe die ursprüngliche Tiefenstaffelung der Musikinstrumente darstellen kann.


 Wenn im Wiedergaberaum die Aufnahmeraumakustik hörbar wird

 

Mikrofone zeichnen im Aufnahmeraum zwar den unmittelbar von den Instrumenten kommenden Direktschall mitsamt den im Aufnahmeraum aus allen Richtungen kommenden ersten schallstarken Reflexionen auf. Doch kann man diese, für die akustische Qualität wichtige Richtungsinformation der aufgezeichneten ersten schallstarken Reflexionen bei der Lautsprecherwiedergabe nicht wiederherstellen. Im Hörraum kommen nämlich alle im Aufnahmeraum aufgezeichneten Schallwellen direkt vom Lautsprecher zum Hörer. Dadurch geht der zuvor weiträumige Eindruck verloren, und stattdessen entsteht ein enges Klangbild mit schlechter Akustik.


Im Aufnahmeraum erfasster Direktschall der Musikinstrumente wird im Hörraum von Lautsprechern auch als Direktschall abgestrahlt, wobei sich durch die geeignete Lautsprecheraufstellung die akustische Qualität nahezu beliebig optimieren lässt. Je größer allerdings im Aufnahmeraum der zusammen mit dem Direktschall erfasste Pegel der ersten schallstarken Reflexionen im Verhältnis zu dem des Direktschalls ist, desto mehr verschlechtert sich die akustische Qualität bei der Lautsprecherwiedergabe. Daher wäre es am besten, nur den Direktschall der Musikinstrumente aufzuzeichnen. Glücklicherweise werden jedoch die aus dem Aufnahmeraum aufgezeichneten ersten schallstarken Reflexionen akustisch nicht mehr wirksam, sobald sie unterhalb einem bestimmten Pegel liegen.

Wichtigste Erkenntnis bleibt jedoch zweifellos: Das Ziel, die Konzertsaal-Akustik aufzuzeichnen, um sie originalgetreu wiederzugeben, lässt sich aufgrund der psychoakustischen Gesetzmäßigkeiten grundsätzlich nicht verwirklichen – daher sollte man dies auch gar nicht erst anstreben, denn jeder Versuch beeinträchtigt stattdessen zwangsläufig die akustische Klangqualität.

Da es bis zur Entwicklung von PfleidRecording keine Lösung für dieses Problem gab, waren über 95 Prozent aller Aufnahmen mit klassischer Musik und akustischen Instrumenten nicht so, wie hätten sein können. Es ergab sich ein Klangbild, bei dem die Reflexionen dominierten, etwa so, wie im länglich-schmalen klassischen Konzertsaal ganz hinten auf den letzten Sitzreihen.


Dieser fundamentale und systembedingt andere Klang von Schallplatten und CDs im Vergleich zu dem tatsächlichen Klang der akustischen Musikinstrumente waren der Grund, weshalb ich mich überhaupt mit dieser Materie befasste. Durch den intensiven Kontakt mit Musikern war ich schon früh mit dem Klang vieler Musikinstrumente gut vertraut, und ich kannte auch die verschiedenen Spielweisen der Musiker – und es hat mich immer sehr frustriert, bei Konzerten auf den hinteren Plätzen im Saal sitzen zu müssen, wo man musikalische Feinheiten nicht mehr hören konnte. Deshalb war es für mich immer klar: Der beste Platz ist ganz vorne in der Mitte und in unmittelbarer Nähe zu den Musikern.  Dort, nahe bei den Solisten, hört man am intensivsten und am genauesten, was der Komponist mit seinem Werk und die Musiker mit ihrer Interpretation des Werks ausdrücken wollten. Und dort war auch der Platz, an dem man die Voraussetzungen hatte, durch PfleidRecording die Akustik des Aufnahmeraums nicht hörbar werden zu lassen – die idealen Bedingungen für gute Tonaufnahmen.


Leider konnte die bisherige Tonaufnahmetechnik diesen Zauber der Musik allenfalls ansatzweise vermitteln, denn so gut wie alle bisherigen Produktionen enthielten unvermeidlich die ersten schallstarken Reflexionen zweier Räume. Das Ergebnis: Viele HiFi-Hörer gewöhnten sich an diesen – eben nicht mehr natürlichen – Klang und fanden ihn irgendwann als richtig. Zumal er zumindest dem entsprach, was sie von den hinteren Sitzreihen eines Konzertsaals gewohnt waren. Und diesen akustisch mangelhaften Klang fanden sie nun auf fast allen Schallplatten und CDs vor. Folglich konnten sie den tatsächlichen Klang der Musikinstrumente, z.B. bei einem Live-Konzert, nicht mehr würdigen.

Um diesen Nachteil von vornherein auszuschließen und die natürliche Klangempfindung sicherzustellen, erfolgt die Klangerfassung beim PfleidRecording auch völlig anders: nämlich nicht durch einzelne Mikrofone, die bei Musikinstrumenten oder Instrumentengruppen aufgestellt sind und deren Zusammenmischen im Studio nie die Wiedergabe des tatsächlichen Klanggeschehens eines Konzerts ermöglichte.

Stattdessen wird im Konzertsaal der von vornherein richtig überlagerte Klang aufgezeichnet – nämlich so, wie er im Konzertsaal live zu hören ist. Dazu wird die  gesamte Fläche, auf der die Instrumente spielen, in definierte Bereiche aufgeteilt. Auf diese Weise erfasst man den Gesamtklang sowie die räumliche Verteilung aller in diesen Bereichen befindlichen Instrumente im absoluten Pegel sowie im richtigen Pegelverhältnis zueinander. Dies erfolgt für jeden Bereich vom vorderen Rand des Orchesters aus. Schließlich werden nur noch diese Bereiche für die Stereo-Lautsprecherwiedergabe so zusammengemischt, dass sie die Struktur des gesamten Klangkörpers in seiner Breite und räumlichen Tiefe wiedergeben.

Alle sonst üblichen subjektiven, geschmacklich motivierten Klangbearbeitungen, die nie eine als natürlich empfundene Wiedergabe ergaben, werden unterlassen, sondern das klanglich fertig überlagerte Signal direkt aus dem Aufnahmeraum übernommen. Somit gilt es lediglich, für die Aufnahme jene Stellen zu bestimmen, an denen die jeweiligen Mikrofone für jeden dieser Bereiche aufgestellt werden müssen, um dieses Signal zu erhalten.


Bei der Erprobung des PfleidRecording geriet das Ergebnis dann am besten, wenn man die gesamte Fläche der Bühne – also jenen Bereich, auf dem sich die Instrumente befinden – in  drei Bereiche aufteilte, die jeweils von nur einem Mikrofon erfasst wurden. Diese waren so aufgestellt, dass damit die volle Breite und Tiefe der Bühne abgedeckt war (siehe Bild).

Die optimale Stelle für das Mittenmikrofon ist ca.  1,5 bis 2,0 Meter über dem Dirigenten. Linkes und rechtes Mikrofon hängen auf gleicher Höhe, aber in einem seitlichen Abstand bis zu 6 Meter zum Mittenmikrofon. Diese Plätze sind deshalb noch besser als der Platz des Dirigenten, weil sie höher liegen und dadurch die Einschwingvorgänge der hintersten Musikinstrumente nicht durch die vorderen Musiker des Orchesters verdeckt werden können. Und falls man die drei Mikrofone fest installiert, können sofort jederzeit höchstwertige Tonaufnahmen als CDs gebrannt werden – nicht nur von den Konzerten, sondern sogar schon von den Proben.


Pfleidrecording: Bühnenaufteilung in links, mitte und rechts

 

Pfleidrecording Buehnenaufteilung in links mitte
            rechts

Bei den Probeaufnahmen hat es sich bewährt, die Bereiche so zu wählen, dass die Breitenausdehnung eine unmittelbare Zuordnung auf die beiden Stereo-Kanäle ermöglicht. Je weniger Bereiche, desto besser wird das Ergebnis. Deshalb lieferte die in meinen bisherigen Veröffentlichungen als Mindestaufwand bezeichnete Lösung, nämlich mit drei Mikrofonen, das beste Ergebnis: Der linke Bereich wird dem linken Kanal  zugeordnet, der rechte Bereich dem rechten Kanal, und der mittlere Bereich wird gleichermaßen auf den linken und rechten Kanal verteilt. Für besonders kleine Ensembles genügen sogar zwei Mikrofone, die zur Abbildung des Mittenbereichs lediglich in einem entsprechend geringerem Abstand über den Instrumenten aufgehängt sind. Die Tiefe der Bühne, oder das was in den Bereichen vorne und hinten ist, wird durch die Lage der Mikrofone am vorderen Rand des Orchesters festgelegt, der zugleich auch die vordere Begrenzung  der drei Bereiche darstellt. Der hintere Bereich bzw. die die räumliche Tiefe, ergibt sich auf diese Weise ganz von selbst durch den leiseren Pegel der vom vorderen Rand weiter entfernten Musikinstrumente bzw. durch die gehörmäßige Auswertung der Einschwingvorgänge dieser Instrumente.

Was bei den drei Mikrofonen beachtet werden muss.

#          Diese drei Mikrofone müssen genau baugleich sein,

#          und sie müssen auch gleich ausgesteuert werden.

#          Das Mittenmikrofon über dem Dirigenten muss die akustische Mitte des Klangkörpers erfassen,

#          die links und rechts davon aufgestellten Mikrofone müssen seitlich gleich weit weg sein,

#          einen Mindestabstand von jeweils einem Meter zum Mittenmikrofon haben – mehr ist besser.

#        Außerdem müssen diese Mikrofone genügend großen Abstand zu den Seitenwänden und der Decke haben – etwa zwei bis drei Meter, und diese Abstände sollten vorzugsweise unterschiedlich groß sein.

#          Uberdies müssen sich alle drei Mikrofone ganz genau auf einer Linie befinden.

#       Man muss unbedingt kleinflächige Kondensatormikrofone mit nierenförmiger Richtcharakteristik verwenden und diese so aufhängen, dass ihre Hauptempfindlichkeit nachunten zeigt.

#          Alle drei Mikrofone müssen in ca. drei Metern Höhe über dem Boden des vorderen Bühnen- bzw. Orchesterrands hängen – also dort, wo bereits die Musiker spielen.

#          Zur Ermittlung der besten Höhe der Mikrofone in jedem Konzertsaal kann man Probeaufnahmen machen, bei denen mehrere Mikrofone im  Abstrand von 10 Zentietern übereinander aufgehängt werden und so durch Hören mit phasenentzerrten Lautsprechern die Höhe bestimmt werden kann, die am genauesten den Bedingungen im jeweiligen Konzertsaal entsprechen

 

Der Pegel des Mittenmikrofons wird gleich laut auf den linken und rechten Stereokanal verteilt und führt nur dann zusammen mit den Signalen des linken und rechten Mikrofons zu richtigen Mittenortungen, wenn beide Seiten-Mikrofone jeweils gleich weit vom Mittenmikrofon entfernt sind und sich zudem alle Mikrofone genau auf einer Linie befinden.

Würden die drei Mikrofone nicht genau auf einer Linie stehen, oder in unterschiedlichen Abständen zum Mittenmikrofon, ergäben sich vergleichbare Fehl-Ortungen mit künstlichen Räumlichkeits-Effekten – wie bei den drei Mikrofonen des Decca-Tree Verfahrens. Dass für die Stereo-Lautsprecher Wiedergabe drei statt der zwei Mikrofone benutzt werden, ermöglicht eine viel genauere  Ortung der Schallquellen – vor allem auch dann, wenn die Hörer nicht genau in der Mitte oder am Sweet Point sitzen. Dadurch bleibt ein auf der linken Seite spielendes Instrument immer links ortbar, und zwar selbst dann, wenn der Hörer direkt vor dem rechten Lautsprecher sitzt.

Wir können Räume nicht so „hören“ wie wir sie sehen. Unser Höreindruck entspricht nie zwangsläufig dem, was wir sehen.

Ebensowenig können wir die verschiedenen Schallfelder des Direktschalls, der ersten schallstarken Reflexionen und des Nachhalls einzeln für sich hören, sondern nur einen Gesamteindruck als akustische Qualität wahrnehmen. Das Zeitfenster, in dem ersten schallstarken Reflexionen die gleiche akustische Qualität bewirken, reicht immerhin von 5 bis 55 Millisekunden. Daraus ergibt sich, dass sich bei der Lautsprecherwiedergabe dank PfleidRecording tatsächlich in großen wie in kleinen Räumen die gleiche authentische Tonqualität erreichen lässt wie in Konzertsälen.


Wie schon mehrfach erwähnt, muss man allerdings stets darauf achten, dass auch die Lautsprecher in den verschiedenen Räumen akustisch richtig aufgestellt werden.

Bereits vor 30 Jahren habe ich in meinem ersten Buch „HiFi und Akustik“ ausgeführt, warum die Akustik des Aufnahmeraums im Wiedergaberaum nichts zu suchen hat. Warum auch? Wenn der Hörer, der in seinem Hörraum Musik hört, plötzlich noch die akustische Wirkung eines anderen Raum mitzuhören bekommt, dann ist das akustischer Unsinn. Obendrein wird dadurch das akustische Gesamterlebnis regelrecht verschlimmbessert. Sogar all jene Tontechniker, die heute immer noch daran festhalten, beim Aufnehmen von Musik, die mit akustischen Instrumenten aufgeführt wird, diese Musik mitsamt der Aufnahmeraumakustik zu liefern, wissen eigentlich, dass es nicht richtig sein kann, gleichzeitig die akustische Wirkung zweier Räume hörbar werden zu lassen.


Solange man noch nicht wusste, wie Akustik überhaupt zustande kommt, konnte man sie auch nicht gezielt beeinflussen. Somit konnte man bei der Tonaufzeichnung in Sälen mit reflektierenden Wänden und Decken nicht verhindern, dass die Aufnahmeraumakustik in die Aufzeichnung mit einging und sich folglich auch bei der Wiedergabe bemerkbar machte.

Also ging man in den Studios dazu über, die Abhörräume so stark zu bedämpfen, dass deren akustische Eigenschaften ausgeschaltet wurden. Denn man meinte, dann in diesen Räumen die Akustik der Aufnahmeräume wieder hörbar werden zu lassen. Folglich erging auch die Forderung an alle Musikfreunde, ihre Hörräume zuhause ebenfalls massiv zu bedämpfen. Doch dies aber hat sich bereits vor dreißig Jahren als akustisch falsch herausgestellt, und die Musikfreunde in aller Welt lehnen es heute zu recht ab, in solchen schallbedämpften Räumen Musik anzuhören.

Daraus ergab sich eine paradoxe Situation: Bei den Tonaufnahmen konnte man nicht verhindern, dass die Aufnahmeraumakustik zusamen mit dem Direktschall der Musikinstrumente aufgezeichnet wurde. Bei der Wiedergabe im stark bedämpften Abhörraum kamen sowohl der Direktschall als auch die in der Aufnahme enthaltenen ersten schallstarken Reflexionen aus derselben Richtung, nämlich direkt vom Lautsprecher zum Hörplatz. Das waren absolut untaugliche akustische Verhältnisse. Folglich konnte man auch grundsätzlich keine passenden Tonaufnahmen mehr für die Lautsprecherwiedergabe liefern.


Da dieser Fehler nicht verhindert werden konnte – aber auch unüberhörbar war – behauptete man, ohne es fachlich begründen zu können, eine wichtige und unentbehrliche Aufgabe der Tontechnik bestünde darin, bei der Tonaufzeichnung die Aufnahmeraumakustik mit aufzuzeichnen. Seitdem produzierte man massenhaft Aufnahmen berühmter Orchester unter der Leitung von berühmten Dirigenten in berühmten Konzertsälen. Und in diesen Konzertsälen stellte man die Mikrofone an einem guten Hörplatz auf – dort aber sind Direktschall und die ersten schallstarken Reflexionen ungefähr gleich laut. Heute weiß man, dass dies nur als richtig empfunden wurde, weil man immer gewohnt war, im Wiedergaberaum aus den Lautsprechern auch die Reflexionen des Aufnahmeraums zu hören.

Aus der Notwendigkeit, bei der authentischen Tonwiedergabe die ersten schallstarken Reflexionen des Aufnahmeraums im Wiedergaberaum nicht mehr hörbar werden zu lassen, ergibt sich erstmals eine aus akustischer Sicht klarer erkennbare Position dieser Mikrofone, nämlich genau über dem vorderen Rand des Orchesters, der gleichzeitig auch der vordere Rand der drei Bereiche des PfleidRecordings ist.

Solche Aufnahmen, bei denen sich die Reflexionen des Aufnahmeraums nicht mehr hörbar auswirken, liefern ein deutlich klareres Klangbild, denn nun kommen die Reflexionen in Räumen mit schallreflektierenden Wänden und Decken wieder aus dem Wiedergaberaum, und zwar so, dass sie eine als natürlich empfundene Akustik schaffen.

Fakt ist: Der heutige Verbraucher hört jetzt schon seit mehr als dreißig Jahren nicht mehr im stark bedämpften Raum. Ist es nicht höchste Zeit, bei Tonaufnahmen die heutigen akustischen Hörbedingungen der Verbraucher zu berücksichtigen?

Da bei den bisherigen Verfahren die Aufzeichnung der ersten schallstarken Reflexionen im Aufnahmeraum nicht zu verhindern war, blieb nur der mit dem PfleidRecording aufgezeigte Weg, sie bei der Aufnahme mit geringerem Pegel aufzuzeichnen, um dann im Wiedergaberaum ihre Wirkung nicht mehr hörbar werden zu lassen.


Im Jahr 2007 war es endlich möglich geworden, PfleidRecording praktisch zu erproben. Das Ergebnis dieser Erprobung war noch beeindruckender als vermutet. Es markiert zweifellos den Durchbruch der High Fidelity in Bezug auf das Ziel hochwertiger Musikwiedergabe über HiFi-Anlagen.

Darüber hinaus ermöglicht es eine Verbesserung der akustischen Qualität überall dort, wo Akustik eine Rolle spielt und bisher immer nur durch Baumaßnahmen verwirklicht wurde, wie z.B. in Konzertsälen. Dank PfleidRecording wird man schon bald die Ergebnisse der  modernen akustischen Forschung in Konzertsälen anwenden können und eine neue, bisher nicht bekannte akustische Qualität erzielen.


Das PfleidRecording ist so gut geworden, dass ich alles, was in diesem Zusammenhang  genannt werden muss, in einem eigenen neuen Buch zusammengefasst habe „Zeitrichtige, klangrichtige und akustisch hochwertige Musik in Konzertsälen, in Wohnräumen, in Tonstudios, sowie mit Lautsprechern oder Kopfhörern durch PfleidRecording und Pfleid-Marot-Mixing“.


Als ich die Theorie über das PfleidRecording-Tonaufnahme-Verfahren erarbeitete, war der stark bedämpfte Hörraum für die HiFi-Lautsprecherwiedergabe fast Pflicht. Heute hört kein HiFi-Fan mehr in solch stark bedämpften Räumen Musik. Dies tun nur noch viele Tonmeister im professionellen Bereich, die nach den Vorgaben des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) und für die Rundfunkgesellschaften arbeiten wollen – und natürlich auch das IRT selbst sowie all jene, die mit dem IRT zusammenarbeiten.

Diese grundlegende Änderung der Hörbedingungen war nur möglich, weil es mir gelungen war, die akustische Wirkung der ersten schallstarken Reflexionen zu entschlüsseln. Seither ist gute Akustik überall machbar, und dieses Ziel lässt sich jetzt mühelos erreichen. Hierzu muss man lediglich die ersten schallstarken Reflexionen so am Ohr ankommen lassen, dass ihr Eintreffen möglichst genau der Arbeitsweise des Gehörs entspricht. Dadurch hat es die Möglichkeit, die Schallfelder aus dem Hörraum bestmöglich aufzunehmen und zu verarbeiten – so dass daraus der Klangeindruck einer hochwertigen Akustik entstehen kann.


#          In Konzertsälen kann man diese ersten schallstarken Reflexionen mit Reflektoren erzeugen oder neuerdings mit Lautsprechern (siehe hierzu Kapitel 3.7 die Pfleid-Klangoptimierung von Konzertsälen).

#          In den Wohnräumen mit schallreflektierenden Wänden und Decken muss man nur die Lautsprecher in Bezug zu den Wänden und Decken richtig aufstellen und sogar

#          bei der Kopfhörerwiedergabe kann man mit künstlich erzeugten ersten schallstarken Reflexionen die Klangqualität entscheidend verbessern.

Nur in stark bedämpften Räumen kann man prinzipiell keine akustisch hochwertigen Klangeindrücke erzeugen.

Die Theorie des Tonaufnahmeverfahrens PfleidRecording wurde erstmals 1980 in der Funkschau in den Ausgaben 13 und 14 veröffentlicht, der Titel: „Das Pfleidprinzip“.

Ich schrieb bereits damals, dass ein prinzipiell neues Tonaufnahmeverfahren entwickelt werden müsste, welches sich aus den von mir gewonnenen Erkenntnissen der Akustik ergab. Weiter ausgearbeitet habe ich diese Lösungen 1983 in meinem Buch „HiFi + Akustik“, und jetzt nochmals – nach der Erprobung des PfleidRecordings 2013 – in dem bereits genannten, neuen Buch.

Bereits 1980 waren meine damaligen Ausführungen, was die Berücksichtigung der Akustik betraf, eine Sensation, und jeder wollte genau wissen, ob und wie Akustik funktioniert und hat überprüft, welche Vorgehensweise besser war:

1.         in stark schallgedämpften Räumen die  Musik mit allen Reflexionen eines anderen Raums, z.B. des Aufnahmeraums zu simulieren, so wie es damals allgemein üblich war, oder

2.         das Dämmmaterial an den Wänden und Decken der Hörräume zu entfernen und an den jetzt schallreflektierenden Wänden und Decken durch richtig aufgestellte Lautsprecher echte und akustisch hochwertig wirkende erste schallstarke Reflexionen im jeweiligen Raum zu erzeugen.


Dies bedeutete das Ende der stark bedämpften Hörraume – und zwar weltweit. Leider wurde dies aber nur bei den Verbrauchern umgesetzt. Im professionellen Tonstudiobereich, wo diese Austattung damals eine große Investition darstellte, bei manchen Rundfunkanstalten, beim IRT und bei den Tonmeistern, gibt es sie heute immer noch – und sie werden dort auch noch ausgiebig benutzt.


Die entscheidende Schwierigkeit bei der Wiedergabe von Musik liegt darin, dass sie zeitrichtig, klangrichtig und akustisch hochwertig sein muss.

#          Das zeitrichtige Ergebnis stellt die unverfälschte Ortbarkeit der Musikinstrumente in ihrer räumlichen Verteilung bezüglich Breitenausdehnung und Tiefenstaffelung auf der Bühne sicher.

#          Klangrichtige ist das Ergebnis, wenn trotz der vielen Überlagerungen der aus allen Richtungen kommenden Schallwellen falsche Überlagerungen vermieden werden, die Klangverfärbungen bewirken würden, aber

#          der gute akustische Eindruck ergibt sich aber erst, sobald die ersten schallstarken Reflexionen zusätzlich so beim Hörer eintreffen, dass die subjektiv wahrgenommene Lautstärke des Direktschalls erhöht wird und dadurch trotzdem das gesamte Musiksignal ohne jede Einschränkung in allen Details auch an Plätzen mit großer Entfernung zu den Musikern in voller Qualität hörbar wird.

Aus dieser Definition ergibt sich, dass gute Akustik nichts mit künstlich hinzugefügten Räumlichkeits-Effekten zu tun hat und auch nichts mit der Raumgröße von Konzertsälen zu tun hat, sondern sie lässt sich mit der entsprechenden Wiedergabetechnik in jedem Raum verwirklichen – und das nicht nur bei Live-Aufführungen, sondern auch bei der Lautsprecherwiedergabe, ja sogar für die Kopfhörerwiedergabe.

Jene Signale, die für eine gute Akustikempfindung nötig sind, haben sich erstmals bei meinen Versuchen ergeben, die bestmögliche Lautsprecher-Aufstellung in verschiedenen Hörräumen zu ermitteln, und diese Ergebnisse wurden inzwischen immer wieder voll bestätigt.


Es ist somit unumgänglich, genau zu wissen, wie ein technisch fehlerfreier und akustisch hochwertiger und als natürlich empfundener Klangeindruck entsteht – sowohl was Konzertsälen betrifft, als auch in Wohnräumen, im Auto sowie bei der Kopfhörerwiedergabe, entsteht. Nur dann lässt sich sicherstellen, dass die Schallwellen so am Ohr ankommen, wie es das Gehör in diesen Fällen benötigt.

Aus diesem Zusammenhang ergibt sich zwingend, dass die gleiche Tonaufnahme in stark schallbedämpften Räumen nie so klingen kann, wie in Wohnräumen mit schallreflektierenden Wänden und Decken.

Und hier besteht zweifellos ein großer Nachholbedarf beim Institut für Rundfunktechnik (IRT) und all jenen Tonmeistern, die immer noch nach den Vorgaben des IRT arbeiten: Nach wie vor berücksichtigen sie nicht die veränderten Hörbedingungen der Verbraucher, obwohl in den Hörräumen der meisten HiFi-Freunde mittlerweile vorwiegend wohnraumakustische Bedingungen herrschen. Die IRT-Follower ignorieren diese akustischen Verhältnisse und arbeiten heute praktisch auf einem seit 30 Jahren überholten akustischen Erkenntnis-Stand, nämlich in massiv bedämpften Tonstudios. 

Und hier wird klar, wo der Fehler liegt. Die Techniker des VDT und IRT verwechseln hier etwas. S
challtote oder stark bedämpfte Räume sind ideale Messräume für Frequenzgänge oder Verzerrungen, Musik aber hat nichts mit Frequenzgängen zu tun und Reflexionen sind keine Verzerrungen. Deshalb kann der ideale Messraum keinesfalls der ideale Hörraum für Musik sein. Der Klangeindruck von Musik entsteht durch die Überlagerung von zeitlich nacheinander am Mikrofon eintreffenden Signalen, die vom Gehör zu einer Klangempfindung verarbeitet werden und nicht wie Schalldruckverläufe gemessen werden können.

Hinzu kommt bei vielen Spezialisten die Tendenz, ihre eigene Arbeit höher zu bewerten als die der Quereinsteiger, sodass leider auch deren Einwände und Kritik nicht nur wirkungslos bleibt, oft wird sie komplett ignoriert oder in diffamierender Weise kommentiert.


Es bleibt auch meist vergeblich, solche Tontechniker darauf hinzuweisen, dass ihre konventionell produzierten Aufnahmen unter Wohnraumbedingungen schlecht klingen. Denn diese Aufnahmen werden in stark bedämpften Räumen fertiggestellt – wo sie ja gemäß ihren eigenen Maßstäben gut klingen. Somit weisen sie dann diese Kritik als unbegründet zurück.


Umgekehrt kann man diese Leute auch nicht von den Qualitätsverbesserungen des PfleidRecording überzeugen: Denn sie hören diese Aufnahmen – die nicht den Nachhall zweier Räume in der Tonaufzeichnung enthalten – in ihren stark bedämpften Räumen an. Da sich dort jedoch keine tauglichen Reflexionen bilden können, empfinden sie diesen Klang als zu trocken, so dass sie die Vorzüge solcher Aufnahmen gar nicht nachvollziehen können.

Es sind schlichtweg zwei unterschiedliche Welten, in denen sich die akustisch aufgeklärten Verbraucher und die Techniker im professionellen Kreis um das IRT und des VDT heute bewegen, und man redet immer aneinander vorbei.

Hier aber ist festzuhalten dass nur eine Partei recht haben kann und die andere sich danach zu richten hat.

 
Tontechnik und Akustik
 

Auf die neue Möglichkeit, die akustische Qualität in ihren Wohnräumen selbst bestimmen zu können, haben die Verbraucher prompt reagiert – stark schallbedämpfte Hörräume wurden abgeschafft. Seitdem findet in akustischen Fragen ein beständiger Lernprozess statt, und die Musikfreunde lernen nun, mit akustischen Fragen richtig umzugehen.


Im Gegensatz dazu ist man beim IRT und in einem kleinen Kreis eng mit ihnen zusammenarbeitender Tonmeister ganz offensichtlich der Meinung, dass die Fachkompetenz in akustischen Fragen und das entsprechende praktische Know-how ausschließlich bei ihnen angesiedelt sind. Nach wie vor behaupten sie, die von ihnen propagierten Verfahren, mit Akustik umzugehen, seien richtig. Das heißt: Die gesamte übrige Welt irrt sich und macht alles falsch. Und dies trotz der eklatanten akustischen Fehler aller von ihnen vorgestellten Verfahren.
Da ist keine Spur von Selbstkritik vorhanden, wenn jemand aus diesem Kreis stolz verkündet, eine sachliche Auseinandersetzung über das PfleidRecording verhindert zu haben, als Studenten den Wunsch äußerten über das PfleidRecording informiert zu werden.

So blieben denn auch bis heute meine detaillierten Ausführungen, inwiefern in den meisten professionellen Tonstudios gravierende Änderungen erfolgen müssen, kommentarlos unbeantwortet. Ob, wann und wie derartige Änderungen überhaupt gemacht werden, ist demnach völlig offen.

 

Zeit- und klangrichtige Tonaufnahmen und Lautsprecher


Die mittlerweile erhältlichen Tonaufnahmen ohne Zeit- oder Klangfehler und ihr akustisch hochwertiger Klang haben sicherlich nicht nur Auswirkungen auf die bisherige Ton-Aufnahmetechnik. Auch die Zukunft der Wiedergabetechnik für Lautsprecher gehört zweifelsfrei den zeit- und klangrichtigen Schallwandlern, die erst jetzt – nämlich mit den zeitfehlerfreien Tonaufnahmen – zeigen können, was sie eigentlich zu leisten vermögen.


Kleine Lautsprecherboxen mit phasenentzerrten Breitband-Lautsprechern, die Rechtecksignale unverfälscht wiedergeben können und auch im Hochtonbereich nicht bündeln, werden in Tonstudios, bei Verbrauchern und auch in Konzertsälen für ein neues Klangniveau sorgen. Dass Zeit- oder Phasenfehler im professionellen Bereich nicht hörbar gemacht werden können, ist sachlich und technisch einfach nicht mehr vertretbar.


Die gesamte Tonaufnahme- und Wiedergabe-Technik steht deshalb heute vor dringend notwendigen Anpassungen auf einen neuen, zeitgemäßen Stand der Technik, der jetzt endlich auch akustische Forschungsergebnisse berücksichtigt. Durch den jahrzehnte langen Reformstau bei akustischen Sachverhalten ergeben sich nun fundamentale Umwälzungen. Diese umfassen nicht nur zeit- und klangrichtige Tonaufnahmen, sondern erstrecken sich zugleich auf zeit- und klangrichtige Lautsprecher sowie entsprechende Kopfhörer – und außerdem auf nahezu alles, was mit Akustik zu tun hat, also Konzertsäle sowie Hörraumakustik.


Die seit den 90er Jahren kursierende irrige Behauptung, dass Phasenfehler nicht hörbar sind, hatte fatale Folgen. Mit dieser Begründung wies man damals  am IRT das Angebot ab, meine phasenentzerrten Punktstrahler zu benutzen und verwendete weiterhin normale Lautsprecher, die alle bereits Phasenfehler eingebaut hatten, z.B. in Frequenzweichen oder in elektrodynamischen Lautsprecherchassis. Alle Arbeiten über Akustik und die Erprobung des PfleidRecording führten wir mit unseren phasenkorrigierten Vollbereichs-Punktstrahlern durch. Und mit diesen fehlerfrei arbeitenden Lautsprechern gelang es uns endlich aufzeigen, wie Phasenfehler hörbar gemacht werden konnten – nämlich nur bei ihrem ersten Auftreten, und zwar mit phasenfehlerfreiem Tonmaterial.


Da man aber bei den Rundfunkanstalten der ARD, dem IRT und bei Tonmeistern die Ansicht vertrat, Phasenfehler seien nicht hörbar und daher unbeirrt von allen akustischen Forschungsergebnissen mit nicht phasenkorrigierten Lautsprechern arbeitete, konnten sie tatsächlich die Phasenfehler bei den von ihnen entwickelten Verfahren nicht hören. So kam es dazu, dass man sich dort selbst vom weiteren akustischen Fortschritt abkapselte.

Das IRT und die akustische Leitung beim Verband Deutscher Tonmeister (VDT) arbeiten seit vielen Jahren eng miteinander zusammen und haben dadurch bis heute immer bestimmt, welche Technik und welche Verfahren im professionellen Bereich der Rundfunkanstalten zum Einsatz kamen – und welche nicht. Dieses Machtmonopol führte dazu, dass auch folgende akustisch irrige Verfahren durchgesetzt wurden und bis heute propagiert werden:

#          für Aufnahme, Mischung und Abhören stark bedämpfte Räume zu verwenden;

#          das Tonaufnahmeverfahren mit Haupt- und Stützmikrofonen beizubehalten, wobei die Ortbarkeit der so aufgezeichneten Musikinstrumente verloren geht;

#          Tonaufnahmen so zu erstellen, dass sie zugleich über Kopfhörer und Lautsprecher gut klingen sollen, oder

#          speziell für die Kopfhörerwiedergabe zugeschnittene Aufnahmen zu machen – und das mit Kunstköpfen und Ohrmuscheln, die nicht denjenigen der Hörer entsprechen;

#          zugleich jedoch diese, für die Kopfhörerwiedergabe vorgeprägten Aufnahmen, für die Lautsprecherwiedergabe aufbereiten zu wollen, sowie

#          Phasenfehler bzw. Zeitfehler als nicht hörbar zu bezeichnen,

#          bei Tonaufnahmen auch die Aufnahmeraumakustik deutlich wahrnehmbar mit aufzuzeichnen und

#          in vorhandenen Räumen die Akustik anderer Räume wiedergeben zu wollen;

#        die Zeitrichtigkeit des Tonsignals weder bei ihren Verfahren, noch ihren Lautsprecher zu beachten. Wenn ein Instrument spielt, hören wir nämlich nicht nur den Klang, sondern wir können es auch ganz genau orten. Dies geschieht automatisch beim normalen Hörvorgang. Deshalb wird Musikwiedergabe nur dann als naturgetreu empfunden, wenn man sowohl den Schalldruckverlauf (also der Klang) als auch Phasenverlauf (damit erfolgt die Ortung) im tatsächlichen Zusammenhang richtig wiedergibt.


High-Fidelity im Übergang von der Technik zur Akustik

Vor den siebziger Jahren erreichte man auf dem Gebiet der High Fidelity eine ständige Verbesserung der Tonqualität ausschließlich durch elektronische Maßnahmen in der elektroakustischen Übertragungskette. Zur Lösung akustischer Fragen fehlten noch die Grundlagen – Quadrophonie und sowie Kunstkopfaufnahmen kamen über das Experimentierstadium nie hinaus. Erst durch ständige technische Weiterentwicklung der elektroakustischen Übertragungskette wurde schließlich jene Tonqualität erreicht, bei der nun auch akustische Fragen eine immer wichtigere Rolle spielten.

Wie Akustik wirklich funktioniert, zeigten meine Veröffentlichungen über die psychoakustische Wirkungsweise der ersten schallstarken Reflexionen. Gute Akustik ließ sich nun anhand dieser Erkenntnisse nahezu überall verwirklichen.

Zwar gab es schon lange Konzertsäle mit guter Akustik, doch gelang es nie, deren akustischen Eigenschaften systematisch zu erfassen. Man wusste, dass dort Musik besonders schön klingen konnte – aber man wusste nicht warum dies so war. Da man heute jedoch nahezu überall und jederzeit Musik hören kann, ist es umso wichtiger, stets die bestmögliche akustische Qualität zu erreichen, indem man für die jeweilige Hörsituation die richtigen akustischen Bedingungen bereitstellt.

Den Durchbruch zum Verständnis der modernen Akustik von morgen, und wie die dazu notwendige Tontechnik aussieht, bringen meine Arbeiten zu dem innovativen Tonaufnahmeverfahren“ PfleidRecording“. In meinem neuesten Buch „Zeitrichtige, klangrichtige und akustisch hochwertige Musik“* wird aufgezeigt, wie sich unter verschiedenen Wiedergabebedingungen stets ein akustisch hochwertiger Höreindruck herbeiführen lässt – und zwar sowohl in Wohnräumen und Konzertsälen, als auch im Auto und auch mit Kopfhörern. Es liefert detailliert alle Informationen, die nötig sind um dieses Ziel zu erreichen.

Dieses Buch richtet sich daher an alle, die offen für neue Erkenntnisse sind und die Neues ausprobieren möchten.

Einen wesentlichen Beitrag können vor allem auch die Rundfunkanstalten leisten, indem sie ihren Einfluss dazu nutzen, dass auch am IRT die hierzu unumgänglichen Veränderungen erfolgen. Und wenn die akustische Leitung des VDT sowie deren Adepten sich einfach unvoreingenommen mit diesen Arbeiten befassen und sich mit den schon lange gesicherten Grundlagen der Akustik und Psychoakustik vertraut machen würden, gäbe es wohl keinen vernünftigen Grund mehr für die unsachliche Polemik, die nach wie vor in den Internet-Foren kursiert.



PfleidRecording und Pfleid-Marot-Mixing  das ist die moderne Akustik


PfleidRecording unterscheidet sich von allen bisherigen Tonaufnahmeverfahren, denn wir sind nicht von der gängigen Tonaufnahmepraxis ausgegangen, dass es ausreicht einen linearen Schalldruckverlauf linear wiedergeben zu können, sondern von den wissenschaftlich ermittelten Grundlagen des menschlichen Hörens: Wir haben analysiert, wie der Hörvorgang erfolgt und – daraus folgend – wie sich Räume, in denen Musik aufgezeichnet und wiedergegeben wird, auf den wahrgenommenen Klang auswirken. Dadurch konnten wir Ziele erreichen, die sogar von Fachleuten bislang als unerreichbar bezeichnet wurden: deutlich wahrnehmbare Tiefenstaffelung sowie wirklich authentische Musikwiedergabe.

Um eine wirklich fehlerfreie Lautsprecher-Wiedergabe von PfleidRecording-Aufnahmen sicherzustellen kam auch bei den Lautsprechern nur eine streng wissenschaftliche Vorgehensweise in Frage, die auf mathematischen und physikalischen Grundlagen beruht und zu vielen Patenten führte.


Die Räume waren bis heute immer nur Mittel zum Zweck, um in ihnen die ersten schallstarken Reflexionen akustisch richtig zu erzeugen.

Während sich mit der traditionellen Akustik bis heute alle Reflexionen nur durch echte Reflexionen an real vorhandenen Wänden, Decken bzw. Reflektoren erzeugen ließen, lassen sie sich in Zukunft mit elektronischer Hilfe auch unabhängig von echten Räumen hörbar machen und man kann bereits heute in jedem Raum und sogar an jedem Platz in jedem Raum jede gewünschte Akustik hörbar machen.

 

Verwirklicht wird dies in Zukunft, in der modernen Akustik durch eine parallel zum Konzert laufende Tonaufzeichnung mit dem Tonaufnahmeverfahren PfleidRecording, bei dem in jedem Hörraum der Direktschall der Musikinstrumente oder der Lautsprecher ohne die vom Aufnahmeraum erzeugten ersten schallstarken Reflexionen gewonnen werden kann. Mit zeitrichtigen Lautsprechern kann man dann den Direktschall oder daraus abgeleitete erste schallstarke Reflexionen an jedem Platz im Hörraum so beim Hörer eintreffen lassen,  dass ein beliebig guter akustischer Klang hörbar gemacht werden kann. Damit wird die Gestaltung der akustischen Qualität unabhängig vom Hörraum und man kann in jedem Raum, jede Akustik hörbar werden lassen.

 

Deshalb können heute akustische Probleme in Konzertsälen elegant und kostengünstig gelöst werden ohne Abriss und Neubau. Man muß nur Einrichtungen einplanen, die genau diese ersten schallstarken Reflexionen in der notwendigen Qualität erzeugen und genau dort zur Wirkung bringen, wo es notwendig ist, weil dies durch die Bauweise  nicht ausreichend erreicht wurde.

 

Mit solch einer modernen und zeitgemäßen Akustik, könnte man sogar die klassischen Konzertsäle in länglicher schmaler Schuhschachtelform verbessern, dadurch dass die gemessene Pegelanhebung durch die seitlichen Reflexionen frequenzneutral erfolgt, also ohne eine klangverfärbende Wirkung  und durch zusätzliche von oben, von der Decke kommende Reflexionen.

 

Dies aber bedeutet auch, dass man mit dem heutigen akustischen Wissen, neue Bauformen für Konzertsäle verwirklichen kann, die bereits ohne Einrichtungen für die Gestaltung der Akustik eine deutlich bessere Akustik erzielen,  als von der Schuhschachtel- oder der Weinberg-Bauform erreicht  werden kann, z.B. mit einer kreisrunden Bauform und einem steilen Anstieg der Sitzplätze unter einem Winkel von 45 Grad wie bei einem Amphitheater aber mit der akustischen Einbeziehung der Dachkonstruktion für vertikale erste schallstarke Reflexionen.  Amphitheater waren oben offen und hatten kein Dach.  Neben der Schuhschachtel und dem Weinbergsaal wird der Pfleidkonzertsaal sicherlich bald als der beste Konzertsaal der Welt bekannt  werden, sobald er einmal gebaut wurde.

Mit Hilfe von unabhängig vom Raum erzeugten ersten schallstarken Reflexionen kann aber auch die akustische Qualität aller vorhandenen Konzertsäle in der ganzen Welt, einschließlich der vielen denkmalgeschützten Säle, ohne Umbauten akustisch optimiert werden und so eine neue, bisher noch nicht bekannte akustische Qualität  realisiert werden.

 

Diese neue akustische Qualität lässt sich auch bei der HiFi-Lautsprecherwiedergabe in Wohnräumen sowie bei der Kopfhörerwiedergabe erreichen.


Ich freue mich sehr, dass ich so viel für die High-Fidelity tun konnte, am meisten aber freut es mich, dass ich das mir selbst gesteckte Ziel nämlich die Übertragung der Originalqualität von Musik erreichen konnte.

PfleidRecording und Pfleid-Marot-Mixing liefern deshalb bei klassischer Musik und akustischen Instrumenten deutlich bessere Ergebnisse, als alle anderen Tonaufnahme-Verfahren, und wir hoffen, bei den Rundfunkanstalten und vielen Sendern ebensoviel Sendezeit für die Bekanntmachung dieser neuen Verfahren zu erhalten, wie sie seinerzeit den Kunstkopfaufnahmen zur Verfügung gestellt wurde.

Deshalb sind Jérôme Marot-Lassauzaie und ich gerne bereit, jene Tontechniker, Tonstudios wie auch Tonmeister, die PfleidRecording und Pfleid-Marot-Mixing kennenlernen und ausprobieren wollen, bei Aufnahmen von Konzerten in München und Umgebung, direkt zu unterstützen.

Unser Angebot gilt darüber hinaus auch für ambitionierte Spitzenmusiker – denen wir gerne zeigen möchten, was heute aufnahmetechnisch möglich ist.


   

Peter M. Pfleiderer

 

Der Anlass mich mit HiFi zu beschäftigen, ergab sich daraus, dass die Schallplatten und CDs einen ganz anderen, viel schlechteren Klang lieferten als ich ihn von den akustischen Original Musik-Instrumenten her kannte. Dies wollte ich ändern.

Die Meilensteine meiner Entwicklungsarbeit waren:

1.           Die Wirkungsweise der ersten schallstarken Reflexionen zu entschlüsseln und damit die Grundlagen der Akustik miterforscht zu haben.

2.           zu verhindern, dass der stark bedämpfte Messraum der Techniker zum Standard für die HiFi-Lautsprecher-Wiedergabe umzufunktioniert wurde,

3.           die Entzerrung des elektrodynamischen Wandlers nach Amplitude und Phase

4.          ein Breitband-Lautsprecherchassis zu bauen, das als Punktstrahler für den ganzen Übertragungsbereich einsetzbar war, keine Frequenzweiche benötigte, im Hochtonbereich nicht bündelte, einen geringen Klirrfaktor hatte und mit der elektronischen Entzerrung sogar Rechtecke richtig übertragen konnte

5.           die akustisch richtige Kopfhörerwiedergabe , mit der Außerkopflokalisation der Schallquellen und den individuellen Kopfohrmuschelfiltern der Hörer zu bauen – leider nur in der damals in den 80er Jahren möglichen analogen Technik

6.           Aufzuzeigen wie man Phasenfehler bei der Lautsprecher-Wiedergabe hörbar macht

7.           das Tonaufnahneverfahren Pfleidrecording mit der Hilfe von Jérôme Marot-Lassauzaie zu erproben, das erstmals die authentische Klangwiedergabe zum Konzert ermöglichte und auch  erstmals die Tiefenstaffelung der Musikinstrumente richtig abbilden konnte.

8.           Den besten Konzertsaal für die traditionelle Akustik zu entwerfen, dem ich den Namen Pfleidkonzertsaal gab

9.           Zu zeigen wie die moderne Akustik funktioniert, bei der man in jedem Raum unabhägig von Raum jede beliebige akustische Qualität erzeugen kann.